Schweizerische Post 2025: Weniger Briefe, mehr digitale Dienste – doch der Gewinn schrumpft
Lukas BraunSchweizerische Post 2025: Weniger Briefe, mehr digitale Dienste – doch der Gewinn schrumpft
Die Schweizerische Post verzeichnet für 2025 einen Gewinnrückgang – bei sinkenden Briefvolumina und wachsenden digitalen Dienstleistungen
Die Schweizerische Post hat für das Jahr 2025 einen Rückgang der Gewinne gemeldet: Sowohl Umsatz als auch Erträge lagen unter den Vorjahreswerten. Der Rückgang ist vor allem auf den anhaltenden Schwund beim Briefverkehr zurückzuführen, der das Unternehmen jährlich Millionen kostet. Trotz dieser Herausforderungen zählt der Postdienstleister weiterhin zu den effizientesten Europas – und das ohne staatliche Subventionen.
Im Jahr 2025 sank der Betriebsertrag der Schweizerischen Post auf 7,3 Milliarden Schweizer Franken (2024: 7,6 Mrd. CHF). Auch der operative Gewinn ging zurück und lag bei 332 Millionen CHF nach 414 Millionen im Vorjahr. Der Reingewinn verringerte sich moderater und belief sich auf 315 Millionen CHF – ein Minus von 20 Millionen gegenüber 2024.
Als Hauptgrund für die finanzielle Belastung nennt das Unternehmen die rückläufigen Briefmengen, die jährlich Kosten in Höhe von 82 Millionen CHF verursachen. Gleichzeitig verzeichnen die digitalen Dienstleistungen ein starkes Wachstum: Über die App der Post wurden 2025 insgesamt 4,5 Millionen Sendungen verschickt – ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ab April werden digitale Briefe offiziell Teil des universellen Serviceangebots sein.
Trotz der finanziellen Herausforderungen bleibt die Schweizerische Post ein verlässlicher Partner: Sämtliche Qualitätsziele wurden 2025 erreicht, und sie bietet weiterhin den besten universellen Postdienst Europas zu den niedrigsten Briefpreisen – gemessen an der Kaufkraft. Ein wichtiger Treiber des operativen Ergebnisses war dabei PostFinance, die Finanzdienstleistungssparte der Gruppe.
Die Bilanz für 2025 zeigt sowohl die finanziellen Herausforderungen als auch das digitale Wachstum der Schweizerischen Post. Das Unternehmen bleibt einer der wenigen europäischen Anbieter, der ohne staatliche Unterstützung erstklassige Dienstleistungen erbringt. Mit der Aufnahme digitaler Briefe in das Kernangebot setzt sich der Wandel hin zu modernen Kommunikationsformen fort.






