06 May 2026, 14:32

Schnieder verteidigt Spritpreisbremse und kündigt 170-Milliarden-Plan für Verkehrsnetze an

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Schnieder verteidigt Spritpreisbremse und kündigt 170-Milliarden-Plan für Verkehrsnetze an

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat die umstrittene zweimonatige Spritpreisbremse verteidigt und gleichzeitig Pläne zur Modernisierung der deutschen Verkehrsnetze vorgestellt. Mit einem Budget von 170 Milliarden Euro für Infrastrukturprojekte lehnt er Forderungen von Greenpeace nach einer Reduzierung des Kerosinverbrauchs ab und setzt stattdessen auf den Ausbau und die Optimierung bestehender Systeme.

Zu seinen jüngsten Vorschlägen gehören Änderungen bei der Fahrerausbildung sowie eine Reform des Preissystems der Deutschen Bahn nach einem juristischen Rückschlag.

Schnieder bleibt bei der Spritpreisbremse und lässt eine Verlängerung offen, falls die Spannungen auf dem Ölmarkt anhalten. Weitere sparsamkeitsfördernde Maßnahmen wie ein Tempolimit auf Autobahnen lehnt er ab – mit der Begründung, Autofahrer bräuchten keine staatliche Verhaltensregulierung.

In der Luftfahrt räumte der Minister mögliche Kerosin-Engpässe in Asien ein, betonte jedoch, dass die deutschen Reserven derzeit stabil seien. Ein physischer Mangel sei allerdings nicht ausgeschlossen.

Im Straßenverkehr kündigte Schnieder eine Vereinfachung der Führerscheinausbildung an. Fahrschüler sollen künftig praktische Erfahrungen in Privatfahrzeugen unter Laienaufsicht sammeln dürfen – alle Bundesländer seien bereit, das Modell zu testen.

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Auch der Schienenverkehr steht im Fokus. Schnieder behauptet, sein Notfallprogramm habe Züge bereits sauberer und sicherer gemacht. Gleichzeitig kritisierte er die zögerliche Digitalisierung und enthüllte, dass bereitgestellte Mittel nicht abgerufen wurden. Sein Ministerium prüft nun die Verzögerungen.

Unterdessen muss die Deutsche Bahn ihr Trassenpreissystem überarbeiten, nachdem der Europäische Gerichtshof die aktuellen Regeln für ungültig erklärt hat. Ein neues Modell soll kommendes Jahr in Kraft treten.

Schnieders Prioritäten liegen auf Infrastrukturinvestitionen und Deregulierung, wobei 170 Milliarden Euro für die Modernisierung vorgesehen sind. Die Spritpreisbremse könnte bei anhaltender Marktinstabilität verlängert werden, strengere Einsparmaßnahmen lehnt er jedoch ab. Seine Reformen zielen zudem auf eine beschleunigte Fahrerausbildung und eine Neugestaltung der Bahnpreise nach rechtlichen Herausforderungen ab.

Quelle