Satirischer FDP-Sketch stellt Kemptener Oberbürgermeisterwahl auf den Prüfstand
Lukas BraunSatirischer FDP-Sketch stellt Kemptener Oberbürgermeisterwahl auf den Prüfstand
Ein satirischer Sketch der Kemptener Freien Demokraten (FDP) hat die Oberbürgermeisterwahl der Stadt auf die Schippe genommen. Die unter dem Titel DonQuiSchoche aufgeführte Darstellung karikierte die Alternativen zur amtierenden Oberbürgermeisterin Indra Baier-Müller und nahm dabei auch die Rolle der CSU in der Nachfolgedebatte aufs Korn. In dem Stück wurden die Mitbewerber in überzeichneten Rollen dargestellt, wobei ihre Eignung für das Amt infrage gestellt wurde. Zwar gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen über die öffentliche Resonanz, doch die humorvolle Stichelei hat der Wahlkampfdebatte eine unerwartete Wendung verliehen. In der FDP-Produktion mimte Katharina Schrader eine tollpatschige Frau Holle, die Herzen über Kempten verteilte. Eine weitere Figur, die Hexe Mechthilde, warnte, dass ein Oberbürgermeisteramt kein Andenken sei. Der Sketch ließ die Zuschauer darüber rätseln, ob Kandidaten wie Rechenmeister Eigstler oder Hai Wilhelm Baier-Müller – die den Spitznamen Hausdrache trägt – tatsächlich ersetzen könnten. Dominik Tartler wurde in der Aufführung als junger Schnösel abgetan, der für das Amt zu jung sei. Franz-Josef Natterer-Babych kam kaum besser weg und wurde als eitle Figur dargestellt, die sich ständig im Spiegel bewundert. Die Hauptfigur DonQuiSchoche hingegen kämpfte im Stück gegen den Einfluss der CSU im Wahlkampf. Trotz des Humors hat die FDP deutlich gemacht, dass sie Baier-Müllers Kandidatur für eine dritte Amtszeit unterstützt. Der Sketch, so verspielt er auch war, unterstrich die Haltung der Partei in der laufenden politischen Diskussion. Die satirische Auseinandersetzung mit dem Kemptener Oberbürgermeisterrennen hat die wahrgenommenen Schwächen der Kandidaten in den Fokus gerückt. Da die FDP hinter Baier-Müller steht, festigt der Sketch ihre Position als Favoritin. Die Wahl wird zeigen, ob der Humor die Wähler beeinflusst hat – oder ob er nur eine Fußnote des Wahlkampfs bleibt.






