Sachsen startet radikale Entbürokratisierung – 150 Gesetze bis 2027 im Check
Tim SimonBürokratieabbau - 32 Maßnahmen beschlossen - Sachsen startet radikale Entbürokratisierung – 150 Gesetze bis 2027 im Check
Sachsen hat ein ehrgeiziges Vorhaben gestartet, um Bürokratie abzubauen und Vorschriften für Bürgerinnen, Bürger sowie Unternehmen zu vereinfachen. Die Landesregierung will durch weniger Papierkram, beschleunigte digitale Abläufe und die Überarbeitung von 150 Gesetzen bis 2027 das Vertrauen in den Staat zurückgewinnen.
Kernstück der Reformen ist ein Entbürokratisierungspaket mit 32 konkreten Maßnahmen. Sämtliche Landesverordnungen werden überprüft, wobei der Fokus auf der Reduzierung von Dokumentationspflichten liegt. Bis 2027 soll Sachsen die Hälfte aller Melde- und Aufzeichnungspflichten abschaffen.
Viele formale Anforderungen – etwa beglaubigte Kopien – werden gestrichen oder vereinfacht. Statt starrer Formulare setzt das Land künftig auf digitale Textformate, einschließlich E-Mails, für die meisten Verfahren. Dadurch sollen Behördengänge schneller und zugänglicher werden.
Andreas Handschuh, Chef der Staatskanzlei, zeigt sich überzeugt vom Erfolg des Plans. Besonders Regionen im strukturellen Wandel sollen von den Reformen profitieren: Hier werden neue Ansätze erprobt und aus den Ergebnissen gelernt.
Die Änderungen betreffen sowohl Unternehmen als auch Bürgerinnen und Bürger – mit einfacheren Regeln und weniger bürokratischen Hürden. Bei vollständiger Umsetzung könnten die Reformen die sächsische Verwaltung bereits in den nächsten drei Jahren effizienter und nutzerfreundlicher machen.






