Sachsen-Anhalt: Weniger Sozialleistungsempfänger, aber mehr Streit um Bürgergeld
Marie SchulzMehr Streitigkeiten und Klagen gegen Entscheidungen des Jobcenters - Sachsen-Anhalt: Weniger Sozialleistungsempfänger, aber mehr Streit um Bürgergeld
Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt verzeichneten 2025 Rückgang bei Jobsuchenden
In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Empfänger von Sozialleistungen im Jahr 2025 gesunken. Im Durchschnitt unterstützten die Jobcenter 157.900 erwerbsfähige und nicht erwerbsfähige Personen – das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig häufen sich in der Region Streitigkeiten über Leistungsbescheide.
Zehntausende Einwohner Sachsen-Anhalts sind auf finanzielle Hilfe der Jobcenter angewiesen. Im vergangenen Jahr betreuten diese Behörden 157.900 Menschen, ein spürbarer Rückgang gegenüber den Zahlen von 2024.
Gleichzeitig nahmen die Einsprüche gegen Leistungsentscheidungen zu. 2025 stieg die Zahl der Widersprüche gegen Bescheide zum Bürgergeld auf 17.900. Betroffene können so gegen Kürzungen oder Streichungen von Leistungen vorgehen. Der Anstieg der Widersprüche überstieg das Wachstum neuer Klagen, wobei beide Bereiche Zunahmen verzeichneten. Die meisten der im vergangenen Jahr geprüften Einsprüche wurden abgewiesen.
Die Daten zeigen: In Sachsen-Anhalt erhalten weniger Menschen Leistungen, während gleichzeitig die Zahl der Konflikte steigt. Von den 17.900 im Jahr 2025 eingereichten Widersprüchen wurden die meisten abgelehnt. Der Trend deutet auf anhaltende Spannungen zwischen Jobsuchenden und den Entscheidungen der Jobcenter hin.