05 April 2026, 00:17

Sachsen-Anhalt revolutioniert Architektenrecht mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Offenes Buch mit dem Titel "Architektonische Pläne des Rathauses von Heidelberg" zeigt detaillierte Zeichnungen eines Gebäudes.

Sachsen-Anhalt revolutioniert Architektenrecht mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Sachsen-Anhalt will Berufsregeln für Architekten und Stadtplaner reformieren

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Architektengesetzes vorgelegt. Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, Verfahren zu vereinfachen, die Ausbildung zu erweitern und strengere Umwelt- und Sozialstandards einzuführen.

Das neue Gesetz soll es ausländischen Fachkräften ermöglichen, ihre Qualifikationen bereits vor der Einreise nach Deutschland anerkennen zu lassen. Dies stellt eine Abkehr von der bisherigen Praxis in anderen Bundesländern dar, wo die Anerkennung oft von Einzelfallprüfungen oder einer automatischen Genehmigung für Bewerber aus der EU, dem EWR und der Schweiz abhängt.

Künftig werden elektronische Anträge für die Registrierung und berufliche Meldungen akzeptiert. Die Reform erweitert zudem die zulässigen Unternehmensformen, in denen Architekten und Planer tätig sein können – darunter GmbH & Co. KG, OHG und KG.

Die Ausbildungsprogramme werden um neue Kernbereiche wie Baurecht, barrierefreies Gestalten und Klimawandelanpassung ergänzt. Sozialen Aspekten wie bezahlbarem Wohnraum und Barrierefreiheit kommt eine größere Bedeutung zu. Zudem werden verbindliche Vorgaben für Biodiversität, Energieeffizienz und die Integration erneuerbarer Energien eingeführt.

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Absolventen von Architektur- und Stadtplanungsstudiengängen erhalten als Junior-Mitglieder früher Zugang zur Architektenkammer. Der Entwurf regelt Registrierungsverfahren, Ausbildungsinhalte und berufliche Pflichten – ein Schritt zur Modernisierung des gesamten Sektors.

Der Gesetzentwurf geht nun ins Landesparlament zur Beratung. Bei Verabschiedung werden die Neuerungen die Qualifikation, Ausbildung und Berufsausübung von Architekten und Planern in Sachsen-Anhalt prägen. Die Reformen setzen zudem neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung bei künftigen Projekten.

Quelle