Sachsen-Anhalt bremst Abrisswelle: 35 Prozent weniger Gebäude betroffen als 2020
Marie SchulzWeniger Gebäude abgerissen oder umgenutzt in Sachsen-Anhalt - Sachsen-Anhalt bremst Abrisswelle: 35 Prozent weniger Gebäude betroffen als 2020
Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt weniger Gebäude abgerissen oder umgenutzt als in den Vorjahren. Wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht, fielen 2024 rund 525 Immobilien dem Abriss oder einer Umwidmung zum Opfer. Dies setzt einen stetigen Rückgang der letzten Jahre fort: Im Vergleich zu 2023 sank die Zahl um 7,7 Prozent, seit 2020 sogar um über 35 Prozent.
Die betroffenen Gebäude umfassten eine Wohn- und Nutzfläche von etwa 195.400 Quadratmetern. Viele der betroffenen Bauten stammten aus der Zeit vor 1919 oder wurden zwischen 1949 und 1978 errichtet.
Zwei Landkreise verzeichneten eine überdurchschnittlich hohe Aktivität: Im Harz wurden 63 Abrisse oder Umnutzungen registriert, im Salzlandkreis waren es 72. Welche Städte oder Gemeinden innerhalb dieser Regionen besonders betroffen waren, geht aus den öffentlichen Unterlagen jedoch nicht hervor.
Der allgemeine Rückgang setzt den Trend zu weniger Eingriffen in den Gebäudebestand der Region fort. Verglichen mit dem Jahr 2020 lag die Zahl der Maßnahmen im vergangenen Jahr deutlich niedriger.
Die abnehmende Zahl an Abrissen und Umnutzungen spiegelt tiefgreifende Veränderungen in der Immobilienlandschaft Sachsen-Anhalts wider. Da der Großteil der betroffenen Gebäude aus älteren Beständen stammt, deutet die Entwicklung auf sich wandelnde Prioritäten in der städtischen und ländlichen Entwicklung hin. Bislang liegen jedoch keine weiteren Details zu den genauen Standorten oder künftigen Plänen für die Flächen vor.






