Saarland startet Millionenprojekt HyCATT für Wasserstoffforschung der Zukunft
Tim SimonSaarland startet Millionenprojekt HyCATT für Wasserstoffforschung der Zukunft
Im Saarland hat offiziell ein neues Wasserstoff-Forschungsprojekt mit einer Laufzeit von zehn Jahren begonnen. Die Initiative HyCATT, die mit 22,5 Millionen Euro gefördert wird, markiert einen wichtigen Schritt für den Ausbau der Wasserstofftechnologie in der Region. Kernstück ist eine einzigartige Forschungsanlage, die nun vom ZeMA – dem Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik – am Bosch-Standort in Homburg betrieben wird.
Den Startschuss gab die Übergabe der Wasserstoffinfrastruktur von Bosch an das ZeMA. Dadurch können Forscher:innen die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff unter realen Betriebsbedingungen untersuchen. Eine vergleichbare Einrichtung für anwendungsnahe Wasserstoffforschung in diesem Umfang gibt es derzeit in Deutschland nicht.
HyCATT läuft bis zu zehn Jahre und wird mit 13 Millionen Euro aus dem Transformationsfonds des Saarlandes finanziert. Die verbleibenden 9,5 Millionen Euro stammen von weiteren Partnern. Ziel ist es, Unternehmen der Region bei der Einführung wasserstoffbasierter Systeme zu unterstützen und den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen.
Das Vorhaben passt zur aktualisierten Wasserstoffstrategie des Saarlandes, die im April 2025 veröffentlicht wurde. Der Plan konzentriert sich auf vier Schwerpunkte: die Sicherung der Wasserstoffversorgung, den Aufbau der Infrastruktur, die Förderung industrieller und energetischer Anwendungen sowie die Unterstützung von Zulieferern. Durch die Verknüpfung von Forschung und Praxis soll HyCATT die Lücke zwischen Laborversuchen und realer Umsetzung schließen.
Das HyCATT-Projekt ist nun ein zentraler Baustein der Energiewende im Saarland. Mit seiner spezialisierten Infrastruktur und langfristigen Förderung bietet es Unternehmen konkrete Hilfe bei der Einführung von Wasserstofftechnologien. Die Ergebnisse könnten nicht nur die regionale Industrie prägen, sondern auch bundesweite Bestrebungen zum Ausbau der Wasserstoffwirtschaft vorantreiben.






