04 March 2026, 16:28

Rosenheims Landrat fordert schärfere Durchfahrtsverbote an A8 und A93

Ein detaillierter alter Stadtplan der Stadt Tirol, Deutschland, der Städte, Ortschaften, geografische Merkmale und Text mit Informationen über Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Landrat im Rosenheimer Landkreis fordert Verwaltungsangestellte wie in Tirol - Rosenheims Landrat fordert schärfere Durchfahrtsverbote an A8 und A93

Landrat Otto Lederer (CSU) aus dem Landkreis Rosenheim setzt sich für eine strengere Durchsetzung der Durchfahrtsverbote entlang der stark befahrenen Autobahnen A8 und A93 ein. Seiner Ansicht nach reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus, sodass umliegende Gemeinden von Umleitungsverkehr überlastet werden. Zu seinen Vorschlägen gehören neue Personalkonzepte und deutlichere Beschilderung, um das Problem wirksamer anzugehen.

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In Tirol werden Ausfahrtsverbote bereits seit etwa sechs Jahren erfolgreich durchgesetzt: Allein zwischen Mitte April und Anfang November des vergangenen Jahres wurden rund 516.000 Fahrzeuge zurück auf die Hauptrouten geleitet. Lederer plädiert dafür, dass auch Bayern ein ähnliches Modell übernimmt – etwa durch den Einsatz von Verwaltungsassistenten, wie sie in Tirol während Staus den Verkehr regeln. Das bayerische Innenministerium lehnte diesen Vorschlag jedoch ab mit der Begründung, dass nur die Polizei rechtlich befugt sei, den Verkehr zu steuern und Anweisungen zu erteilen.

Lederer wies zudem auf die Herausforderungen durch Navigations-Apps hin, die Autofahrer trotz Beschränkungen häufig von den Autobahnen lotsen. Er zeigte sich frustriert über die fehlende Kontrolle über diese Routenempfehlungen. Gemeinsam mit Michael Siefener, dem stellvertretenden Polizepräsidenten für Oberbayern Süd, forderte er eine bessere Beschilderung auf den Autobahnen kurz vor kritischen Ausfahrten, um die Einhaltung der Regeln zu verbessern.

Anders als in Tirol, wo die Verbote durchgehend gelten, greifen die bayerischen Beschränkungen erst bei Stau – was die Durchsetzung unberechenbar macht. Zwar hat die Polizei in den letzten Monaten tausende Fahrzeuge umgeleitet, doch Anwohner und Politiker kritisieren, dass die begrenzten Personalkapazitäten der Polizei die Wirksamkeit des Systems schwächen.

Die Diskussion darüber, wie Durchfahrtsverbote in Oberbayern am besten umgesetzt werden können, dauert an. Während das Tiroler Modell als Erfolgsbeispiel gilt, gibt es in Bayern weiterhin rechtliche und logistische Hürden. Vorerst bleibt die Polizei die alleinige Instanz für die Verkehrsregelung – klarere Hinweisschilder könnten der nächste Schritt sein.