Riesbahn-Strecke bleibt Chaos: Warum Pendler und Unternehmen die Geduld verlieren

Politiker fordern Ende des Chaos auf der Ries-Bahn - Riesbahn-Strecke bleibt Chaos: Warum Pendler und Unternehmen die Geduld verlieren
Die Riesbahn-Strecke wird seit Monaten von massiven Störungen heimgesucht, die Pendler, Studierende und Unternehmen mit unzuverlässigen Zugverbindungen kämpfen lassen. Wiederkehrende Zugausfälle, Signalstörungen und marode Gleise haben Verspätungen für die Fahrgäste in der Region zur täglichen Belastung werden lassen.
Lokale Politiker und Bahnbetreiber haben nun ihren Unmut über das anhaltende Chaos geäußert und Personalmangel sowie Infrastrukturprobleme für die anhaltenden Schwierigkeiten verantwortlich gemacht.
Seit Jahren kämpft die Riesbahn mit gravierenden betrieblichen Herausforderungen. Zugdisponenten fehlten häufig, während Signalstellwerks-Kontrollen wegen Personalmangels ausfielen. Diese Engpässe führten zu unbesetzten Stellwerken und zwangen zu zahlreichen Zugausfällen – ein Problem, das sowohl von örtlichen Bürgermeistern als auch von Arverio, dem auf der Strecke tätigen Eisenbahnunternehmen, bestätigt wurde.
Arverio hat offen eingeräumt, dass die Kritik am Service "vollkommen berechtigt" sei, und direkt auf die unzuverlässige Infrastruktur der Deutschen Bahn verwiesen. Auch große Unternehmen in der Region, die auf stabile Schienenverbindungen angewiesen sind, leiden unter den Störungen. Trotz der Beschwerden beharrt die Deutsche Bahn darauf, dass sich die Lage gebessert habe, und betont, die Stellwerke seien nun stabil besetzt, um personalbedingte Probleme zu reduzieren.
Doch die Probleme beschränken sich nicht auf den Personalmangel. Signalfehlfunktionen und schlecht gewartete Gleise sorgen regelmäßig für Verspätungen. Politiker aus Bayern und Baden-Württemberg haben immer wieder ihre Frustration über den mangelnden Fortschritt zum Ausdruck gebracht. Unterdessen treibt die Deutsche Bahn die Modernisierung des bayerischen Schienennetzes voran – einschließlich der Riesbahn –, um Gleise und Weichen zu erneuern.
Unter der Führung von Vorstandsvorsitzender Evelyn Palla, die am 1. Oktober 2025 ihr Amt antrat, durchläuft die Deutsche Bahn eine umfassende Umstrukturierung. Das Unternehmen hat die Management-Ebenen von 43 auf 22 Einheiten reduziert und neue Effizienzziele für 2026 und 2029 gesetzt. Dennoch sehen sich Fahrgäste und Unternehmen an der Riesbahn weiterhin mit täglichen Störungen konfrontiert – ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.
Die anhaltenden Probleme auf der Riesbahn-Strecke lassen Passagiere und lokale Betriebe in Unsicherheit zurück. Zwar versichert die Deutsche Bahn, dass Verbesserungen auf dem Weg seien, doch die wiederholten Störungen unterstreichen das Ausmaß der noch zu bewältigenden Herausforderungen.
Modernisierungsmaßnahmen und Umstrukturierungspläne zielen darauf ab, die langjährigen Missstände zu beheben. Doch fürs Erste bleibt der Bahnverkehr in der Region unzuverlässig.

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