"Richi"-Meme löst Streit um Urheberrechte und Privatsphäre aus
Der virale Spruch "Richi", der durch Hermann Schönbächler bekannt wurde, hat eine Kontroverse über die unerlaubte Nutzung auf Merchandise-Artikeln ausgelöst. Der Influencer Zeki verwendete den Audioausschnitt ohne Zustimmung der Familie in seinen Comedy-Soundboxen. Die Schönbächlers fordern nun ein Ende der kommerziellen Ausbeutung des Memes und bitten um Privatsphäre.
Der Spruch wurde zunächst durch ein virales Interview mit Hermann Schönbächler populär. Später integrierte Zeki die "Richi"-Zeile in seine Soundbox-Produkte und verkaufte sie in großer Stückzahl. Die Familie Schönbächler hatte der Nutzung jedoch nie zugestimmt und erhielt auch keine Einnahmen aus den Verkäufen.
Der Schweizer Rundfunk SRF bestätigte, keine Rechte für die Audioaufnahme ohne die Zustimmung der Familie erteilt zu haben. Daraufhin verlangten die Schönbächlers von Zeki, das Meme aus künftigen Auflagen zu entfernen. Der Influencer erklärte inzwischen, die neue Soundbox werde den Clip nicht mehr enthalten, um rechtliche Vorgaben einzuhalten.
Unterdessen nahmen die Onlinehändler Galaxus und Brack Fan-Artikel mit dem Spruch aus ihrem Sortiment. Galaxus verkauft jedoch weiterhin die aktualisierte Soundbox – in der Annahme, dass der Vertriebspartner Swissmeme über die notwendigen Rechte verfügt. Zeki räumt derweil noch bestehende Bestände mit dem ursprünglichen "Richi"-Meme ab.
Im Mittelpunkt der Debatte steht der Wunsch der Familie Schönbächler nach Respekt und Distanz. Da das Meme in den neuen Soundboxen nicht mehr enthalten ist, rückt nun die Frage in den Fokus, ob die verbleibenden Lagerbestände und Drittanbieter-Verkäufe vollständig konform gehen. Der Fall zeigt die rechtlichen und ethischen Herausforderungen auf, die mit viralen Inhalten in kommerziellen Produkten einhergehen.






