Rheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und baut Medienmacht aus
Tim SimonRheinische Post übernimmt westfälische Zeitungen und baut Medienmacht aus
Die Rheinische Post will ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen ausbauen. Anfang März kündigte der Verlag an, mehrere westfälische Zeitungen sowie deren digitale Plattformen zu übernehmen. Der Schritt folgt einem wachsenden Trend der Medienkonzentration in Deutschland.
Durch die geplante Übernahme würde die Rheinische Post zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe der Region aufsteigen. Zum Deal gehören sowohl die Print- als auch die Online-Aktivitäten der westfälischen Titel.
Die Kartellbehörden des Bundeskartellamts werden die Fusion prüfen, doch ihr Spielraum ist begrenzt: Sie dürfen lediglich untersuchen, wie sich der Deal auf Leserzahlen und Werbemärkte auswirkt. Rechtlich ist es ihnen untersagt zu bewerten, ob die Übernahme die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser verringert.
Falls genehmigt, würde die Übernahme die Position der Rheinische Post in der regionalen Medienlandschaft weiter stärken. Gleichzeitig unterstreicht der Deal, wie Zeitungsbesitz in Deutschland zunehmend in den Händen weniger, großer Medienkonzerne konzentriert wird.






