14 April 2026, 04:13

ReguLab: Wie Deutschland Innovation und Datenschutz unter einen Hut bringt

Buntes Design mit dem Text "AI, Apps, IoT" auf einem weißen Hintergrund.

ReguLab: Wie Deutschland Innovation und Datenschutz unter einen Hut bringt

Deutschland führt Europa erneut in Sachen Innovation an und meldete 2024 rund 25.000 Patente an. Nun soll die neue Initiative ReguLab Unternehmen und Forschenden helfen, datenschutzrechtliche Herausforderungen bei der Entwicklung zukunftsweisender Technologien zu meistern. Das Projekt wurde auf dem HPI Digital Health Innovation Forum von Louisa Specht-Riemenschneider und Dr. Linda Bienemann vorgestellt.

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Das ReguLab fungiert als regulatorischer Sandkasten und bietet frühzeitige Orientierungshilfe bei der Entwicklung innovativer Lösungen, die den Datenschutzbestimmungen entsprechen. Angesprochen werden Teams, die bereits ein konkretes Anwendungsszenario haben, aber grundlegende Fragen zur Datensicherheit klären müssen. Erfolgreiche Bewerber erhalten einen vertraulichen Abschlussbericht, während allgemeine Erkenntnisse in einem öffentlichen ReguLab-Bericht veröffentlicht werden.

Inspiriert ist die Initiative vom britischen Information Commissioner's Office (ICO), das seit fünf Jahren ein ähnliches Sandkasten-Modell betreibt. Nach den Vorgaben der DSGVO und des Bundesdatenschutzgesetzes ist der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) verpflichtet, Innovatoren bei datengetriebenen Technologien zu beraten. Kürzlich startete der BfDI erstmals eine Ausschreibungsrunde zum Thema Gesundheitsrisikoerkennung gemäß §25b SGB V.

Viele deutsche Unternehmen kritisieren, dass strenge Datenschutzregeln den Fortschritt bremsen. Gleichzeitig sorgen sich die meisten EU-Bürger um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten. Das ReguLab will hier eine Balance schaffen, indem es Innovation fördert und gleichzeitig die Einhaltung der Vorschriften sichert.

Die Auswahl der Projekte erfolgt über thematische Ausschreibungen, wobei maßgeschneiderte Beratung hilft, regulatorische Hürden zu überwinden. Durch die Verknüpfung von Innovation und Datenschutz soll die Initiative Unternehmen, Forschenden, Aufsichtsbehörden und politischen Entscheidungsträgern gleichermaßen zugutekommen. Die erste Bewerbungsrunde ist nun eröffnet – im Fokus steht die Gesundheitsrisikoerkennung.

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