Red Bull und Rauch bauen in Brandenburg – doch Umweltschützer stoppen das Mega-Projekt
Lukas BraunGrüne Liga stellt Klage gegen Bauplan für Red Bulls Fabrik - Red Bull und Rauch bauen in Brandenburg – doch Umweltschützer stoppen das Mega-Projekt
Red Bull und Rauch planen großen Ausbau in Baruth/Mark – Umweltschützer klagen gegen das Projekt
Red Bull und der Getränkehersteller Rauch wollen in Baruth/Mark (Brandenburg) ein großes Abfüllwerk errichten und damit Hunderte neuer Arbeitsplätze schaffen. Doch das Vorhaben stößt auf massiven Widerstand von Umweltschützern, die befürchten, dass sich dadurch die ohnehin angespannte Wassersituation in der Region weiter verschärft. Mittlerweile ist eine Klage eingereicht worden, um den Bau zu stoppen.
Die beiden Unternehmen hatten zuvor den lokalen Getränkeabfüller Urstromquelle übernommen, der bis dahin rund 150 Mitarbeiter beschäftigte. Durch den Ausbau soll die Belegschaft auf etwa 600 Mitarbeiter wachsen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den derzeit 240 Arbeitsplätzen. Das neue Werk soll eine eigene Dosenabfüllanlage umfassen und stellt damit eine erhebliche Investition in die Region dar.
Die Umweltorganisation Grüne Liga Brandenburg hat rechtliche Schritte gegen den Bebauungsplan der Stadt eingeleitet. Der Vorsitzende Heinz-Herwig Mascher kritisierte, dass bei der Planung die verfügbaren Wasserressourcen nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Zudem monierte die Gruppe Lücken im Artenschutz sowie bei Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur. Gefordert wird eine vorläufige Aussetzung des Bebauungsplans, bis der Rechtsstreit geklärt ist.
Red Bull und Rauch betonen, ihr Wasserverbrauch bleibe innerhalb der bestehenden Genehmigungsgrenzen von Urstromquelle – etwa 2,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Kritiker halten jedoch dagegen, dass selbst diese Menge die lokalen Wasserreserven zusätzlich belasten könnte. Der Konflikt wird nun vor Gericht ausgetragen, während Umweltschützer strengere Kontrollen vor Baubeginn einfordern.
Der Ausbau könnte der Region Baruth/Mark wirtschaftlichen Aufschwung bringen, doch die Bedenken wegen Wasserknappheit und ökologischer Folgen bleiben ungelöst. Die Klage könnte das Projekt verzögern, während die Behörden prüfen, ob der Bebauungsplan den Umweltauflagen entspricht. Eine Entscheidung über den Antrag auf Baustopp wird in den kommenden Monaten erwartet.