Rechtsextreme Parteien gewinnen jeden vierten Wähler in Europa
Eine neue Studie offenbart einen deutlichen Wandel im europäischen Wahlverhalten. Die Unterstützung für rechtsextreme Parteien ist deutlich gestiegen – mittlerweile steht fast ein Viertel der Wählerinnen und Wähler hinter ihnen. Die Erkenntnisse stammen vom PopuList-Projekt, das politische Trends auf dem gesamten Kontinent analysiert.
Das PopuList-Projekt startete 2018, als bereits jeder vierte Europäer für populistische Parteien stimmte – damals vor allem für extrem linke und rechtsextreme Gruppierungen. Seither hat sich der Anteil der Wähler, die nationalkonservative Parteien unterstützen, im Vergleich zu den Mitte der 1990er-Jahre fast verfünffacht. Der stärkste Anstieg erfolgte in den vergangenen drei Jahren.
Heute stehen fast 30 Prozent der Wähler hinter antiestablishment-Parteien. Das Projekt stuft dabei auch einige bürgerlich-konservative Gruppen wie Reform UK als „rechtsextrem“ ein. Die Guardian, ein Partner des Projekts, berichtete über die Ergebnisse mit großer Aufmerksamkeit.
Die Daten zeigen einen deutlichen Zuwachs an Zustimmung für Parteien, die als rechtsextrem eingestuft werden. Diese Gruppierungen gewinnen mittlerweile jeden vierten Wähler in Europa für sich. Der Trend spiegelt sich in veränderten politischen Prioritäten der Wähler wider.






