10 April 2026, 14:18

Rapsglanzkäfer 2026: So schützen Landwirte ihre Erträge nachhaltig und bienenfreundlich

Offenes Buch mit einer Bienenstock-Illustration, Text und Bienen, die um den Honigwaben herumsummen.

Rapsglanzkäfer 2026: So schützen Landwirte ihre Erträge nachhaltig und bienenfreundlich

Winterraps entwickelt sich im Frühjahr 2026 in vielen Regionen gut Die Bestände zeigen derzeit ein kräftiges Längenwachstum, wobei der Hauptblütenstand in den Entwicklungsstadien BBCH 32/51 deutlich erkennbar ist. Doch der Rapsglanzkäfer stellt in diesem Jahr erneut eine Bedrohung für die Erträge dar.

Landwirte wird geraten, die Schläge vor einem möglichen Insektizideinsatz genau zu kontrollieren – in vielen Fällen lassen sich unnötige Behandlungen vermeiden. Gelbschalen, die oft zur Früherkennung der Käfer genutzt werden, verlieren ab dem Knospenstadium an Aussagekraft. Stattdessen sollten Bauern die Bestände durch Zählungen entlang einer Transektlinie bewerten – nicht nur am Feldrand oder an einzelnen markanten Pflanzen. Eine Behandlung lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn vor der Blüte im Schnitt mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe festgestellt werden.

Für eine frühe Bekämpfung eignen sich acetamipridhaltige Präparate wie Mospilan SG oder Danjiri, die zwischen BBCH 51 und 59 ausgebracht werden dürfen. Eine Mischung mit Netzmitteln ist jedoch nicht zulässig. Falls gleichzeitig Rapsstängelrüssler und Glanzkäfer bekämpft werden müssen, kommt Trebon 30 EC infrage – allerdings nur nach Ende der täglichen Bienenflugaktivität.

Eine bienenfreundlichere Alternative bieten tau-fluvalinathaltige Mittel wie Mavrik Vita oder Evure. Diese dürfen sogar nach BBCH 59 eingesetzt werden und kombinieren Flexibilität mit geringerer Belastung für Bestäuber.

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Durch präzises Monitoring und schwellenwertbasierte Entscheidungen können viele Landwirte auf überflüssige Insektizidanwendungen verzichten – das spart Kosten und schont die Umwelt. Die Glanzkäfergefahr 2026 erfordert vor allem sorgfältige Feldkontrollen statt alleiniger Abhängigkeit von Gelbschalen. Der richtige Zeitpunkt und die passende Mittelwahl schützen die Erträge, ohne Bienen unnötig zu gefährden. Liegt die Käferdichte unter der Schwelle, können Behandlungen sogar ganz entfallen – zum Vorteil von Geldbeutel und nachhaltigem Anbau.

Quelle