Rahul Gandhi attackiert Indiens Bildungssystem als "Mechanismus der Ausgrenzung"
Lukas BraunRahul Gandhi attackiert Indiens Bildungssystem als "Mechanismus der Ausgrenzung"
Oppositionsführer Rahul Gandhi übt scharfe Kritik am indischen Bildungssystem
Während eines Besuchs in Kota hat Oppositionsführer Rahul Gandhi das indische Bildungssystem scharf angegriffen. Er warf ihm vor, Schülerinnen, Schüler und ihre Familien durch Prüfungen, Lernstress und falsche Versprechungen auf Arbeitsplätze auszubeuten. Seine Äußerungen fielen in den Kontext einer breiteren Kritik am Skandal um die undichten NEET-Prüfungsunterlagen.
Gandhi sprach in einer konzertähnlichen Atmosphäre vor Studierenden und fragte sie, welchen Weg sie einschlagen würden, wenn sie absolute Freiheit hätten. Ein Schüler äußerte den Wunsch zu tanzen, ein anderer wollte Medizin studieren – inspiriert vom Tod seines Onkels, der mangels Behandlung verstorben war.
Das Bildungssystem bezeichnete Gandhi als „Mechanismus der Ausgrenzung statt der Auswahl“. Bei Millionen von Prüfungsteilnehmern etwa bei NEET, JEE oder UPSC schafften es nur wenige. Zudem behauptete er, dass das System allein mit fünf großen Prüfungen Einnahmen in Höhe der Budgets von fünf Ministerien generiere.
Sichtbar bewegt hielt Gandhi einen Abschiedsbrief eines Suizidopfers hoch und machte nicht individuelle Schwächen, sondern das Versagen des Systems für solche Tragödien verantwortlich. Der immense Druck auf Kinder führe oft zu verheerenden Folgen, so Gandhi. Er betonte, der Kampf für eine Bildungsreform müsse jetzt beginnen, um weitere Verluste zu verhindern.
Sein Besuch lenkte die Aufmerksamkeit auf die tiefgreifenden Probleme des Systems und dessen Auswirkungen auf junge Menschen. Gandhi forderte dringende Reformen, um den Leistungsdruck zu verringern und echte Chancen zu schaffen. Im Mittelpunkt stehe die Beseitigung struktureller Mängel und die Unterstützung der Bildungsträume der Studierenden.






