Putin verschärft Gesetze gegen Telefon- und Internetbetrug in Russland
Marie SchulzPutin verschärft Gesetze gegen Telefon- und Internetbetrug in Russland
Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein neues Gesetz unterzeichnet, das Betrug per Telefon und im Internet stärker bekämpfen soll. Das Gesetz führt fast 30 Maßnahmen ein, um die bestehenden Regeln gegen Cyberkriminalität zu verschärfen und finanzielle Verluste für Bürger zu verringern. Mobilfunkanbieter sind nun verpflichtet, verdächtige Telefonnummern an eine staatliche Datenbank zu melden und diese zu sperren. Zudem wird eine zentrale Datenbank mit IMEI-Codes für Mobilgeräte eingerichtet, um gestohlene oder manipulierte Geräte leichter identifizieren zu können. Eltern erhalten die Möglichkeit, Mobilfunkanbieter zu informieren, falls sie eine SIM-Karte auf ihr Kind übertragen möchten.
Im Portal 'Gosuslugi' gibt es einen neuen Notfallknopf, über den Nutzer Betrugsfälle schnell melden können. Banken müssen ihre Mobil-Apps und offiziellen Websites besser absichern und verdächtige Geldüberweisungen für sechs Stunden blockieren, um eine Überprüfung zu ermöglichen. Finanzinstitute sind zudem dazu verpflichtet, ihren Kunden Software zum Schutz vor Schadprogrammen anzubieten.
Privatpersonen dürfen künftig maximal 20 Bankkarten besitzen. Bewohner der Region Nischni Nowgorod können eingehende internationale Anrufe blockieren. Bei finanziellen Verlusten durch unterlassene Maßnahmen eines Anbieters haftet das Unternehmen auf Schadensersatz. Das Gesetz erweitert die Instrumente für Behörden und Bürger, um Betrug vorzubeugen. Mobilfunkanbieter, Banken und Privatpersonen erhalten klarere Pflichten und Schutzmechanismen, um die Sicherheit im digitalen Raum zu erhöhen.
