03 April 2026, 04:14

Prozess um Molotowcocktail-Anschläge: 23-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Eine Gruppe von Menschen auf einem Feld mit einem Feuer in der Mitte, einige liegen am Boden und andere stehen darum herum, umgeben von Bäumen und einem Haus im Hintergrund, mit dem Text "Der Massaker von Contreras" unten.

Prozess um Molotowcocktail-Anschläge: 23-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Ein 23-jähriger Mann, Tobias K., steht vor dem Landgericht Hechingen wegen versuchten Mordes vor Gericht. Die Anklage bezieht sich auf eine Serie von Molotowcocktail-Anschlägen in Leibertingen, Baden-Württemberg, im vergangenen Oktober. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Taten von linksextremistischem Gedankengut motiviert waren, auch wenn Ermittler keine Verbindungen zu einer größeren Gruppe nachweisen konnten.

Tobias K. hat eingeräumt, in der Nacht der Angriffe mehrere Brandflaschen gezündet zu haben. Eine der Waffen traf ein Auto, das dem Lebensgefährten von Michael K. gehörte – einem örtlichen Unternehmer und ehemaligen AfD-Politiker. Michael K. erlitt dabei Verbrennungen an den Füßen, als er versuchte, die Flammen zu löschen.

Der Angeklagte erklärte vor Gericht, er habe gehandelt, nachdem er AfD-Parolen auf einem Fahrzeug gesehen habe, die er als provokativ empfand. Später am Abend soll er einen weiteren Molotowcocktail auf ein Wohnhaus geworfen haben, in dem sechs Menschen schliefen. Die Ermittler werfen ihm zudem vor, mit einer separaten Brandflasche Polizisten und Feuerwehrleute angegriffen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart geht davon aus, dass Tobias K. als Einzeltäter aus linksextremistischer Überzeugung handelte. Sein Verteidiger verlas eine Erklärung, in der der Angeklagte sein Bedauern zum Ausdruck brachte und sich für seine Taten entschuldigen wollte. Der Prozess ist auf vier Verhandlungstage angesetzt; mit einem Urteil wird Mitte April gerechnet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Tobias K.s Geständnis, die Brandvorrichtungen entzündet zu haben, sowie die Behauptung der Anklage, es habe ein politisches Motiv gegeben. Bei einer Verurteilung drohen ihm nach deutschem Recht schwere Strafen. Die Entscheidung wird zeigen, ob seine Taten als extremistische Gewalt oder als isoliertes kriminelles Verhalten eingestuft werden.

Quelle