Proteste gegen Schließung des Südstadt-Centers: OB Vogt fordert rasche Lösung
Clara FrankeProteste gegen Schließung des Südstadt-Centers: OB Vogt fordert rasche Lösung
Zum sechsten Mal ist es zu Protesten gegen die Schließung des Südstadt-Centers gekommen. Das Einkaufszentrum wurde im Februar geschlossen, nachdem Prüfer schwere Mängel im Brandschutz festgestellt hatten. Anwohner fordern nun die Wiedereröffnung – und erhalten Unterstützung von Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt.
Die Schließung des Südstadt-Centers erfolgte nach Warnungen der unteren Bauaufsichtsbehörde. Bei Inspektionen im vergangenen Jahr waren gravierende Sicherheitsmängel aufgedeckt worden, darunter Brandrisiken, die eine Katastrophe hätten auslösen können. Trotz wiederholter Hinweise hatte der Eigentümer die notwendigen Sanierungen nicht vorgenommen.
Anwohner organisierten bereits mehrere Demonstrationen und fordern die Wiedereröffnung des Zentrums. Oberbürgermeister Vogt schloss sich der jüngsten Protestaktion an und betonte, die Reaktivierung des Standorts habe für die Stadt höchste Priorität. Rechtlich kann die Kommune den Eigentümer jedoch nicht zwingen, die Kosten für die Instandsetzung zu tragen.
Hinter den Kulissen bemüht sich ein Mitarbeiter aktiv um Investoren, um das Zentrum wiederzubeleben. Ein potenzieller Geldgeber hat vorgeschlagen, in der Nähe ein kleineres Ersatzgebäude zu errichten, falls der ursprüngliche Standort nicht gerettet werden kann. Der Bau eines neuen Einkaufszentrums würde allerdings 18 bis 24 Monate in Anspruch nehmen.
Die Zukunft des Südstadt-Centers bleibt ungewiss. Ohne verbindliche Sanierungsauflagen oder einen willigen Investor könnte das Gelände geschlossen bleiben. Selbst wenn ein Neubau realisiert wird, müssen Kunden möglicherweise lange auf eine Alternative warten.






