Pro Bahn fordert Reformen für günstigeren und flexibleren Nahverkehr
Clara FrankePro Bahn fordert Reformen für günstigeren und flexibleren Nahverkehr
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn setzt sich für Reformen ein, um den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bezahlbarer und attraktiver zu gestalten. Die Initiative zielt darauf ab, die finanzielle Belastung sowohl für Reisende als auch für Verkehrsunternehmen zu verringern. Zu den Vorschlägen gehören Anpassungen der Tarife, höhere Fördermittel sowie strukturelle Veränderungen.
Lukas Iffländer, Bundesvorsitzender von Pro Bahn, forderte strukturelle Entlastungen für Bahnbetreiber. Er sprach sich für eine Senkung der Trassenpreise aus, um diese stärker an den tatsächlichen Kosten auszurichten. Zudem betonte er die Notwendigkeit größerer Investitionen in Elektrobusse und die dazugehörige Infrastruktur.
Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender der Organisation, schlug mehrere Änderungen bei den Fahrpreisen vor. Er lehnte die geplanten Preiserhöhungen für das Deutschlandticket in den Jahren 2027 und 2028 ab. Stattdessen regte er flexiblere Tarifmodelle an, etwa Bonusprogramme für Jahresabonnenten. Koch setzte sich außerdem dafür ein, das Ticket ohne langfristige Vertragsbindung anzubieten und die derzeitige Kündigungsfrist abzuschaffen.
Pro Bahn kritisierte, dass die Spritpreisbremse Stammkunden des öffentlichen Verkehrs ungerechtfertigt benachteilige. Die Organisation argumentierte, dass eine stärkere Förderung des Nahverkehrs langfristig sowohl Fahrgästen als auch Betreibern zugutekäme.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen konzentrieren sich darauf, die Kosten für Reisende zu senken und die Flexibilität zu erhöhen. Sollten sie umgesetzt werden, könnte der öffentliche Verkehr für viele Menschen zu einer attraktiveren Alternative werden. Gleichzeitig würden Verkehrsunternehmen entlastet, die mit steigenden Ausgaben zu kämpfen haben.






