Pressefreiheit 2026: Deutschland rutscht ab – Gewalt gegen Journalist:innen steigt dramatisch
Clara FrankePressefreiheit 2026: Deutschland rutscht ab – Gewalt gegen Journalist:innen steigt dramatisch
Rangliste der Pressefreiheit 2026: Besorgniserregender Rückgang der Medienfreiheit weltweit
Der World Press Freedom Index 2026 offenbart einen alarmierenden Rückgang der Sicherheit für Medienvertreter:innen in aller Welt. Mehr als die Hälfte der 180 bewerteten Länder wird mittlerweile in die Kategorien „schwierig“ oder „sehr ernst“ für Journalist:innen eingestuft. Norwegen führt die Rangliste weiterhin an, während Eritrea das Schlusslicht bleibt.
Deutschland rutschte im Index 2026 auf Platz 14 ab – drei Positionen schlechter als im Vorjahr. Gleichzeitig verzeichnete das Land einen drastischen Anstieg der Angriffe auf Medienvertreter:innen: Zwischen 2023 und 2025 verdoppelten sich die Vorfälle nahezu.
Noch 2023 wurden in Deutschland 25 Übergriffe auf Medienarbeiter:innen dokumentiert. 2024 stieg diese Zahl auf 46, wobei nur ein Fall mit rechtsextremen Motiven in Verbindung gebracht wurde. 2025 eskalierte die Gewalt weiter: 54 Straftaten gegen Journalist:innen wurden registriert, davon 9 mit rechtsextremem Hintergrund, 15 mit linksextremen Ideologien und 26 mit ausländischen extremistischen Überzeugungen.
Weltweit stuft der Index lediglich sieben Nationen als „gut“ für die Pressefreiheit ein. Die Mehrheit der Länder gilt hingegen als feindselig oder stark eingeschränkt für Medienvertreter:innen.
Die Ergebnisse zeigen eine zunehmende Verschlechterung der Pressefreiheit, begleitet von wachsender Gewalt gegen Journalist:innen in vielen Regionen. Deutschlands Rückgang im Ranking und die steigenden Angriffszahlen spiegeln eine globale Krise wider. Nur noch eine Handvoll Länder bietet Medienprofis ein sicheres Arbeitsumfeld.
