Potsdams Toleranzfest feiert Vielfalt und Widerstand gegen Extremismus
Das Toleranzfest in Potsdam fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt
Veranstaltet vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt, SV Babelsberg 03, dem Oberlinhaus und Christoph Miethke, setzte das Festival ein Zeichen für Zusammenhalt und Widerstand gegen Extremismus. Mit einem vielfältigen Programm aus Sport, Spielen, Musik und kulturellen Angeboten lud es zum Mitmachen ein.
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel warb über Instagram für die Teilnahme am Toleranz bewegt Potsdam-Festival. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass sich Menschen für Toleranz, Demokratie und eine Stadt einsetzen, die allen gehört – und zeigte sich begeistert von denen, die genau das tun.
Auch Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle besuchte die Veranstaltung. Sie verwies auf den wachsenden Druck auf die offene Gesellschaft, der sich in zunehmender Ausgrenzung, extremistischen Haltungen und rassistischen Übergriffen äußere. Schüle rief zum Widerstand gegen Extremismus auf und lobte alle, die Solidarität zeigen und aktiv werden.
Die historischen Wurzeln des Festivals reichen bis ins Jahr 1685 zurück: Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg erließ damals das Potsdamer Edikt, um nach dem Dreißigjährigen Krieg den Wiederaufbau der Region zu fördern. Das Edikt ermöglichte französischen Hugenotten die Einwanderung nach Brandenburg. 2008 wurde mit dem Neuen Potsdamer Toleranzedikt eine moderne Erklärung für Offenheit und Toleranz verabschiedet.
Das Festival brachte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um Vielfalt zu feiern und Extremismus entgegenzutreten. Veranstalter und Verantwortliche betonten, wie entscheidend gemeinsames Handeln für die Verteidigung demokratischer Werte ist. Damit unterstrich Potsdam einmal mehr sein Bekenntnis zu Toleranz und Zusammenhalt.






