PETA lädt Uli Hoeneß zum Veganstart – nach seinen Herzproblemen und Fleisch-Kritik
Marie SchulzPETA lädt Uli Hoeneß zum Veganstart – nach seinen Herzproblemen und Fleisch-Kritik
Die Tierrechtsorganisation PETA hat den ehemaligen Bayern-München-Präsidenten Uli Hoeneß eingeladen, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen. Der Vorstoß erfolgt, nachdem Hoeneß, ein bekannter Kritiker des Veganismus, kürzlich mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Der 72-Jährige unterzog sich wegen Herzproblemen einer Behandlung und leidet unter Bluthochdruck.
Hoeneß äußerte sich wiederholt abfällig über pflanzliche Ernährung. So behauptete er einst, vegane Kost mache Menschen auf Dauer krank, und bezeichnete Veganer als übermäßig aggressiv. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu Studien, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herzerkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen.
Der ehemalige Wurstfabrikant ist nach wie vor Inhaber von HoWe Wurstwaren, auch wenn das Unternehmen mittlerweile von seinen Kindern geführt wird. Unterdessen haben sich andere Branchenvertreter den veränderten Verbraucherwünschen angepasst: Bereits 2014 wies der Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle auf eine steigende Nachfrage nach pflanzlichen Wurstalternativen hin.
PETAs Einladung folgt auf Hoeneß' jüngste gesundheitliche Rückschläge. Bisher hat die Organisation keine öffentliche Reaktion von ihm erhalten.
Seine gesundheitlichen Probleme fallen in eine Zeit, in der die Debatte über Ernährung und Krankheitsrisiken an Fahrt aufnimmt. Während Hoeneß dem Veganismus weiterhin skeptisch gegenübersteht, vollzieht sich in der Fleischindustrie ein Wandel hin zu pflanzlichen Alternativen. Die Ausrichtung seines Familienunternehmens bleibt jedoch unverändert.