03 March 2026, 02:20

Ottobock trennt sich von historischer Rollstuhl-Produktion in Thüringen

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer verschneiten Fabrikszene mit Häusern, Bäumen und einem Schornstein im Hintergrund, mit dem Text "Frederiksbergs Gedenk-Vandvark" unten.

Ottobock sucht Käufer für ehemalige Flaggschiff-Fabrik in Thüringen - Ottobock trennt sich von historischer Rollstuhl-Produktion in Thüringen

Ottobock verkauft seine Rollstuhl-Sparte am Standort Königssee in Thüringen. Die Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Straffung des Unternehmens, da die Abteilung nicht mehr zum Kerngeschäft des Konzerns passt. Verhandlungen mit potenziellen Käufern laufen bereits, allerdings wurden noch keine Namen genannt.

Der Standort Königssee besitzt für Ottobock historische Bedeutung: Von 1920 bis 1948 diente er als Unternehmenshauptsitz. Heute arbeiten dort rund 270 Mitarbeiter in der Produktion von Rollstühlen, die zu einer von fünf Geschäftseinheiten des Unternehmens gehört. Seit 2022 strukturiert Ottobock sein Portfolio um und hat bereits drei dieser Einheiten verkauft oder geschlossen.

Die Gespräche über die Rollstuhl-Sparte begannen im vergangenen Jahr. Das Unternehmen strebt an, den Deal bis Mitte 2027 abzuschließen – mit dem Ziel, den Standort zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern. Ein vollständiger Verkauf der Sparte gilt als wahrscheinlichstes Szenario.

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Mehrere Interessenten führen derzeit Verhandlungen mit Ottobock, doch keiner hat bisher öffentlich seine Beteiligung bestätigt. Details zu den potenziellen Käufern oder den Verkaufsbedingungen wurden nicht bekannt gegeben.

Der Verkauf der Rollstuhl-Sparte markiert einen weiteren Schritt in Ottobocks Umstrukturierungsplan. Bei Erfolg würde die Transaktion die Zukunft des Werks in Königssee und seiner Belegschaft sichern. Der Prozess soll in den nächsten drei Jahren abgeschlossen werden.