26 February 2026, 06:44

Ostseebäder kämpfen gegen Bürokratie-Wahnsinn bei Veranstaltungen

Ein detailliertes Sandburgen auf einem Strand, umgeben von Menschen, Wasser und einer Flagge, unter einem bewölkten Himmel.

Fünf Behörden für Sandburgen-Event - Verlangen Verwaltungsentlastung - Ostseebäder kämpfen gegen Bürokratie-Wahnsinn bei Veranstaltungen

Kommunalpolitiker in Ostseebädern Mecklenburg-Vorpommerns schlagen Alarm wegen wachsender Bürokratie

Lokale Verantwortliche in den Ostseebädern des Landes klagen über immer mehr behördliche Hürden, die selbst die Organisation von Veranstaltungen erschweren. Ein Workshop am Donnerstag widmet sich dem Problem im Rahmen des 29. Kurorttages auf Hiddensee.

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Laut Betreibern von Seebädern ist selbst die Planung eines Sandburgen-Wettbewerbs mittlerweile mit Anfragen an mindestens fünf verschiedene Behörden verbunden. Thomas Heilmann, Geschäftsführer der Kaiserbäder auf Usedom, warnt vor einer weiteren Verschärfung der Situation. Seinem zufolge dauert es bis zu sechs Monate, bis alle Genehmigungsverfahren durchlaufen sind – noch bevor eine Veranstaltung überhaupt stattfinden kann.

Die komplexen Abläufe führen oft dazu, dass Termine nicht eingehalten werden können und Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Unterdessen mussten die Fährverbindungen zwischen Hiddensee und Schaprode auf Rügen am Donnerstag wegen Niedrigwassers eingestellt werden. Teilnehmer der Konferenz waren gezwungen, bereits einen Tag früher anzureisen, um pünktlich dabei zu sein.

Weitere Themen des Kurorttages sind der Übergang von der Tourismus-Marketing GmbH (TMV) zu einer neuen Organisation, der Mangel an bezahlbarem Wohnraum sowie die Herausforderung, Küstenschutz und Tourismuswachstum in Einklang zu bringen.

Im Workshop "Kampf den Bürokratie-Monstern" sollen Lösungsansätze für die Probleme der Veranstalter erarbeitet werden. Ohne Reformen befürchten Verantwortliche, dass noch mehr Projekte scheitern oder verschoben werden müssen. Die Bürokratie belastet eine Branche, die ohnehin schon mit logistischen Engpässen und ökologischen Auflagen zu kämpfen hat.