"Ohligs City Ring": Stadt opfert 35 Parkplätze für mehr Verkehrssicherheit und ÖPNV-Ausbau
Tim Simon"Ohligs City Ring": Stadt opfert 35 Parkplätze für mehr Verkehrssicherheit und ÖPNV-Ausbau
Die Stadt hat Pläne bekannt gegeben, Teile ihres Verkehrsnetzes im Rahmen des Projekts „Ohligs City Ring“ umzugestalten. Ziel der Maßnahme ist es, umweltfreundliche Mobilität zu fördern, die Anbindung an die Innenstadt und den Bahnhof zu verbessern sowie die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Doch die Umgestaltung hat ihren Preis: 35 Parkplätze fallen weg – eine Entscheidung, die eine Debatte über ihre Notwendigkeit und die Folgen ausgelöst hat.
Besonders betroffen sind die Kottendorfer Straße und die Bahnstraße, wo 28 der Parkplätze entfallen sollen. Die Stadt begründet die Änderungen damit, dass so Konflikte zwischen parkenden Autos, Bussen und dem fließenden Verkehr verringert werden könnten, was insgesamt die Sicherheit erhöhe. Zudem sollen neue barrierefreie Bushaltestellen – darunter eine speziell für Schulkinder – den ÖPNV attraktiver machen und die Anwohner besser bedienen.
Um den Verlust an Parkplätzen teilweise auszugleichen, wird die ehemalige Schulbus-Haltestelle am Rennpatt in eine Zone mit acht neuen Stellplätzen umgewandelt. Rechnerisch ergibt sich damit kein Nettoverlust – doch unklar bleibt, wie die verbleibenden 27 entfallenen Plätze anderswo ersetzt werden sollen. Die Stadt hat noch nicht dargelegt, wo diese entstehen könnten und wie sich die Reduzierung in der Praxis auf die Parkplatzsituation auswirken wird.
Zusätzlich wird über die Einführung einer Einbahnstraßenregelung im Bereich Rennpatt nachgedacht. Diese soll – falls umgesetzt – den Verkehrsfluss verbessern, Busse entlasten, Gehwege freihalten und die Zufahrt für Busse sowie große Fahrzeuge in die Bahnstraße erleichtern.
Ob das Projekt gelingt, hängt davon ab, ob die Vorteile in puncto Sicherheit und Barrierefreiheit den Verlust an Parkplätzen aufwiegen. Noch unbeantwortet sind die Fragen, wie die restlichen Plätze ersetzt werden und welche konkreten Auswirkungen die Maßnahmen auf Anwohner, Einkaufende und Besucher haben. Die Diskussion dreht sich nun um diese Abwägungen – und die Suche nach praktikablen Alternativen.






