19 March 2026, 20:13

Niedersachsens Ministerpräsident warnt vor Energiekrise im Winter 2026/27

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Olaf Lies fordert Maßnahmen gegen hohe Energiekosten - Niedersachsens Ministerpräsident warnt vor Energiekrise im Winter 2026/27

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat angesichts des nahenden Winters ernste Bedenken zur Energiesicherheit Deutschlands geäußert. Die Gasreserven in den Speichern sind drastisch gesunken und liegen laut Stand vom 14. März 2026 bei nur noch 21,99 % – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 44 % im Vorjahr. Lies drängt nun auf dringende Maßnahmen, um die Versorgung zu stabilisieren und die steigenden Brennstoffkosten in den Griff zu bekommen.

Die Gasvorräte in Deutschland haben ein besorgniserregendes Niveau erreicht, mit Prognosen, die bis Ende März einen weiteren Rückgang auf 13,1 % vorhersagen. Die Bundesregierung unter der Führung von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat bereits die Mindestfüllstände angepasst: auf 30 % bis zum 1. Februar und 80 % bis zum 1. November. Man setzt auf Marktmechanismen und Flüssigerdgas-Importe (LNG), um die Winterversorgung zu sichern, während der Wiederbefüllungsfortschritt überwacht wird – 60 % der Speicherkapazitäten sind bereits vorreserviert. Zudem wird über eine strategische Reserve von 78 Terawattstunden (TWh) nachgedacht.

Lies kritisiert die erneut aufgeflammte Debatte über Atomkraft als unnötige Verunsicherung für Bevölkerung und Wirtschaft. Stattdessen wirbt er für den Bau eines dritten LNG-Terminals in Wilhelmshaven, das zunächst für Erdgasimporte genutzt werden soll, später aber auf klimafreundliche Alternativen umgestellt werden könnte. Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit, die Gasbezüge zu diversifizieren – etwa durch erhöhte Importe aus Norwegen und den Niederlanden sowie eine Steigerung der heimischen Förderung in der Nordsee.

Die stark gestiegenen Spritpreise an den Tankstellen verschärfen die Lage zusätzlich. Lies fordert die Mineralölkonzerne zum Handeln auf und warnt, dass die Befürchtungen vor einem möglichen Konflikt mit dem Iran nicht unbegründet seien – was die Energielage weiter verkompliziere.

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Die Regierung prüft nun alle denkbaren Szenarien, um die Energiesicherheit vor dem Winter zu stärken. Angesichts der kritisch niedrigen Speicherstände und der steigenden Brennstoffkosten konzentriert man sich auf LNG-Importe, diversifizierte Bezugsquellen und mögliche strategische Reserven. Lies setzt sich weiterhin für konkrete Schritte ein, um Engpässe zu vermeiden und die Preise in den kommenden Monaten zu stabilisieren.

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