07 June 2026, 18:11

Neues Bautyp-E-Gesetz soll Baukosten senken und Wohnungsmarkt entlasten

Normenkontrollrat fordert Begrenzung von DIN-Standards im Wohnungsbau

Neues Bautyp-E-Gesetz soll Baukosten senken und Wohnungsmarkt entlasten

Deutschland will die Bauvorschriften vereinfachen, um auf steigende Baukosten und den angespannten Wohnungsmarkt zu reagieren. Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat sich für Änderungen eingesetzt und die Regierung aufgefordert, flexiblere Standards einzuführen. Nun haben Minister die Pläne für einen neuen „Bautyp E“-Vertrag vorgestellt, der das Verfahren beschleunigen soll.

Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) präsentierten kürzlich die zentralen Punkte des geplanten „Bautyp-E-Gesetzes“. Der neue Vertrag würde es Bauträgern und Käufern ermöglichen, rechtlich verbindlich auf nicht essentielle Baustandards zu verzichten. Damit sollen unnötige Ausgaben gesenkt werden, ohne die grundlegende Qualität zu beeinträchtigen.

Der NKR wird die Regierung bei der Ausarbeitung des Gesetzes beraten, das das Justizministerium in den kommenden Monaten veröffentlichen will. Vorgesehen ist ein „Grundausführungsstandard“ als Regeloption. Aufwertungen wären dann optional – so könnten bei Bedarf mittlere oder Premium-Spezifikationen vereinbart werden.

Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund weiter steigender Baukosten, die den Wohnungssektor unter Druck setzen. Durch einfachere und kostengünstigere Standards hoffen die Verantwortlichen, die Belastung für Bauherren zu verringern und die Fertigstellung von Projekten zu beschleunigen.

Das „Bautyp-E-Gesetz“ würde ein gestuftes System für die Bauqualität einführen, bei dem die Grundstandards den Ausgangspunkt bilden. Bauträger und Unternehmen könnten bei Bedarf höhere Spezifikationen wählen. Die Regierung erwartet, dass die neuen Regeln die Kosten senken und die Verfügbarkeit von Wohnraum in ganz Deutschland verbessern werden.

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