Neuer Fonds will Israels kulturelles Bild durch Film und Theater verändern
Marie SchulzMehr kulturelle Zusammenarbeit mit Israel gewünscht - Neuer Fonds will Israels kulturelles Bild durch Film und Theater verändern
Neue Initiative soll kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und Israel durch Film, Fernsehen und Theater stärken
Der Future Narrative Fund, der 2025 ins Leben gerufen wurde, will durch kreative Kooperationen Vorurteile abbauen und das gegenseitige Verständnis fördern. Die Gründer:innen des Fonds sind überzeugt, dass künstlerische Partnerschaften das globale Bild Israels über die aktuelle Assoziation mit Konflikt hinaus verändern können.
Hinter der Initiative stehen drei Branchenexpert:innen: die Theater- und Filmregisseurin Sharon On, die Filmwissenschaftlerin Lihi Nagler und der Produzent und Komponist Mark Pinhasov. Sie argumentieren, dass ein Boykott der israelischen Kulturszene vor allem Künstler:innen trifft, die oft in Opposition zur Regierung des Landes stehen. Stattdessen will der Fonds sowohl etablierte als auch aufstrebende Talente bei der Entwicklung gemeinsamer Produktionen unterstützen, die Empathie fördern.
Zur Eröffnung des Fonds kamen führende Persönlichkeiten der deutschen Medienbranche zusammen, darunter Kirsten Niehuus von der Filmförderungsanstalt (FFA), Sarah Duve-Schmid vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie Produzent:innen großer Unternehmen wie UFA, Disney, Studio Hamburg und ARTE. Die Finanzierung der Projekte erfolgt durch eine Mischung aus privaten Investor:innen, Sponsoren und öffentlichen Fördermitteln.
Israels kulturelles Bild, einst geprägt von leichten Unterhaltungsfilmen wie der Eiskrem-Limonaden-Reihe (Lemon Popsicle), hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Die Organisator:innen des Fonds hoffen, mit differenzierten Erzählformen wieder eine Vielfalt an Perspektiven jenseits der vorherrschenden Kriegsberichterstattung zu etablieren.
Der Future Narrative Fund wird deutsch-israelische Koproduktionen fördern, die gemeinsame menschliche Erfahrungen erkunden. Durch die Unterstützung von Projekten, die Vorurteile entkräften, will die Initiative das Bild Israels in der kulturellen Wahrnehmung neu prägen. Die ersten geförderten Werke sollen im kommenden Jahr in die Entwicklung gehen.






