Münchner Behörden decken massive Arbeitsrechtsverstöße in 57 Betrieben auf
Clara FrankeMehr als 100 Unregelmäßigkeiten bei Mindestlohn-Zahlungen - Münchner Behörden decken massive Arbeitsrechtsverstöße in 57 Betrieben auf
Kontrollen bei 57 Münchner Betrieben decken weitverbreitete Verstöße gegen Arbeitsrecht auf. Bei Überprüfungen in 57 Münchner Unternehmen wurden schwerwiegende Verstöße gegen Arbeitsgesetze aufgedeckt. Die Behörden befragten rund 150 Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen. Im Fokus der Ermittlungen standen Branchen wie Friseursalons, Gastronomie, Baugewerbe und Transport. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt, darunter Lohnunterschreitungen und illegale Beschäftigungspraktiken. In über 100 Fällen wurden Unregelmäßigkeiten beim Mindestlohn dokumentiert. Der gesetzliche Satz von 13,90 Euro pro Stunde wurde in mindestens 30 Fällen nicht gezahlt. Zudem identifizierten die Ermittler 23 Fälle, in denen ausländische Arbeitnehmer:innen unrechtmäßig beschäftigt wurden. Vier Beschäftigte wurden als Scheinselbstständige eingestuft – sie hätten eigentlich als Angestellte gemeldet werden müssen. Darüber hinaus kamen 50 Fälle nicht abgeführter Sozialabgaben ans Licht, was für die Betroffenen finanzielle und rechtliche Risiken mit sich bringt. Die Kontrollen erstreckten sich über verschiedene Branchen, von persönlichen Dienstleistungen bis hin zum Baugewerbe. Jeder Fall wird nun auf mögliche Strafen oder Korrekturmaßnahmen geprüft. Die Ergebnisse unterstreichen anhaltende Probleme bei der Einhaltung von Lohnvorschriften und Arbeitsbetrug in München. Die betroffenen Unternehmen könnten mit Bußgeldern oder Nachzahlungen belegt werden. Die Behörden haben bisher keine weiteren Schritte gegen die involvierten Firmen angekündigt.






