07 May 2026, 21:07

Mumbai stoppt umstrittene Monopolvergabe für Krankenhausreinigung im Wert von 11 Millionen Euro

Medical professionals in scrubs and masks attending to a patient on a bed in a hospital room with medical equipment and supplies in the background.

Mumbai stoppt umstrittene Monopolvergabe für Krankenhausreinigung im Wert von 11 Millionen Euro

Die Pläne der Stadt Mumbai, Reinigungsdienste in acht großen städtischen Krankenhäusern für 101 Crores Rupien (etwa 11 Millionen Euro) an ein einziges Unternehmen zu vergeben, sind gescheitert. Der Ständige Ausschuss der Brihanmumbai Municipal Corporation (BMC) lehnte den umstrittenen Vertragsentwurf ab – nach massiver Kritik von Abgeordneten verschiedener Parteien und dem Vorwurf schwerer Verfahrensmängel. Ursprünglich sollte der Auftrag an das Unternehmen M/s Aura FMS Pvt. Ltd. gehen, das die Reinigung aller acht Einrichtungen zentral übernehmen sollte. Doch Abgeordnete wie Ganesh Khankar, Fraktionsvorsitzender im Ausschuss, warnten vor den Risiken einer Monopolisierung lebenswichtiger Dienstleistungen. Khankar betonte, dass eine solche Konzentration essenzieller Verträge in den Händen eines einzigen Anbieters gefährlich sei.

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Der BJP-Abgeordnete Mihir Kotecha hatte bereits zuvor die Ausschreibung stoppen lassen und einen Betrugsfall in Höhe von 45 Crores Rupien aufgedeckt. Seine Vorwürfe verstärkten die Skepsis gegenüber dem neuen Vorhaben. Prabhakar Shinde, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses, übt zudem scharfe Kritik daran, dass in einigen Krankenhäusern bereits mit den Reinigungsarbeiten begonnen wurde – noch bevor der Antrag offiziell genehmigt war.

Aufgrund der Bedenken wurde der Vorschlag schließlich an die Verwaltung zurückverwiesen, um ihn neu zu bewerten. Gleichzeitig soll eine Untersuchung klären, wer für die Verfahrensverstöße und den vorzeitigen Arbeitsbeginn verantwortlich ist. Die Ablehnung des Vertragsentwurfs zwingt die BMC nun, ihre Strategie für die Krankenhausreinigung grundlegend zu überdenken. Mit der Ablehnung des Vertrags muss die Stadtverwaltung nun alternative Lösungen für die Reinigung der Krankenhäuser finden. Die Debatte um Transparenz und Wettbewerbsneutralität bei öffentlichen Aufträgen wird dadurch weiter an Fahrt aufnehmen – insbesondere vor dem Hintergrund der bereits aufgedeckten Unregelmäßigkeiten.

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