MTV Wolfenbüttel kämpft um Trainingsort nach überraschender Platzsperre
Clara FrankeMTV Wolfenbüttel kämpft um Trainingsort nach überraschender Platzsperre
MTV Wolfenbüttel muss Trainingsort verlegen und Testspiele absagen – Stadt schließt Hauptplatz im Meesche-Sportpark
Nach der Schließung des Hauptplatzes im Meesche-Sportpark durch die Stadt Wolfenbüttel sieht sich der MTV Wolfenbüttel gezwungen, sein Training zu verlegen und Freundschaftsspiele abzusagen. Die Sperrung trifft den Verein zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Gerade bereitete sich die Mannschaft auf die neue Saison in der Landesliga vor, nach dem Abstieg aus der Oberliga.
Die Stadt hatte die Sanierungsarbeiten für den 8. Juni angesetzt – unter Berücksichtigung der Personalsituation und der Auslastung des Grünflächenamts in der Hochsaison. Nach der intensiven Spielzeit ist eine mehrwöchige Ruhephase von vier bis fünf Wochen zwingend erforderlich, hieß es zur Begründung.
Die Stadtverwaltung wies Vorwürfe zurück, überstürzt oder ohne Vorwarnung gehandelt zu haben. Im Mai seien alle Vereine nach ihren wichtigsten Terminen gefragt worden, doch vom MTV Wolfenbüttel habe man keine verlässliche Rückmeldung erhalten. Trotzdem habe der Club Freundschaftsspiele fest eingeplant und die Verwaltung erst informiert, als die Bauarbeiten bereits begonnen hatten.
Spieler des MTV Wolfenbüttel werfen der Stadt hingegen eine plötzliche Schließung vor. Die erste Trainingseinheit musste bereits nach Adersheim verlegt werden. Die Stadt betonte indes, dass alternative Plätze im Meesche-Sportpark sowie an der Halberstädter Straße weiterhin nutzbar seien.
Für den Verein bedeutet die Sperrung eine erhebliche Störung der Vorbereitung auf die neue Saison. Freundschaftsspiele fallen aus, das Training findet nun an einem neuen Standort statt. Die Stadt hält daran fest, dass die Schließung ordnungsgemäß ablief und dem Team Ersatzflächen angeboten wurden.
