Mönchengladbachs Energieausgaben explodieren – doch der CO₂-Ausstoß bleibt gleich
Lukas BraunMönchengladbachs Energieausgaben explodieren – doch der CO₂-Ausstoß bleibt gleich
Energieausgaben für städtische Gebäude in Mönchengladbach steigen 2024 stark an
Die Energieausgaben der Stadt Mönchengladbach für kommunale Gebäude sind 2024 drastisch gestiegen und erreichten 10,7 Millionen Euro – ein Anstieg von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der höheren Kosten blieb der CO₂-Fußabdruck der Stadt mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten nahezu unverändert. Schulen waren dabei die größten Energieverbraucher: Sie machten fast die Hälfte des Stromverbrauchs und über 60 Prozent des Erdgasverbrauchs in städtischen Liegenschaften aus.
Der Stromverbrauch in den städtischen Gebäuden blieb 2024 mit 13,32 Millionen Kilowattstunden (kWh) stabil. Allein auf die Schulen entfiel dabei ein Anteil von 49 Prozent. Gleichzeitig stieg der Verbrauch von Heizöl von 4,75 Millionen auf 6 Millionen kWh – ein spürbarer Anstieg.
Der Erdgasverbrauch lag mit 50,4 Millionen kWh auf Vorjahresniveau, wobei die Schulen 62,5 Prozent des Gesamtbedarfs ausmachten. Die Stadt investierte zudem in Effizienzmaßnahmen, darunter eine 850.000 Euro teure Modernisierung der Beleuchtung. Die Hälfte der Kosten wurde durch Bundesfördermittel im Rahmen einer nationalen Energiesparrichtlinie gedeckt.
Zukunftspläne: Digitalisierung und Heizungssanierung
Der städtische Versorger gmmg plant, die Infrastruktur zu modernisieren, indem veraltete Stromzähler durch digitale Systeme ersetzt werden. Auch Wasser- und Wärmezähler sollen an eine zentrale Datenplattform angebunden werden, um den Verbrauch besser überwachen zu können. Darüber hinaus sind für 15 Schulen zwischen 2026 und 2028 Heizungssanierungen oder der Einbau von Wärmepumpen vorgesehen – wie im Haushaltsplan und den Beratungsunterlagen vom März 2026 festgehalten.
Trotz des deutlichen Anstiegs der Energieausgaben 2024 sanken die Gesamtemissionen nicht. Mit gezielten Sanierungen in Schulen und verbesserten Messsystemen will die Stadtverwaltung in den kommenden Jahren die Kosten senken und die Umweltbelastung verringern. Im Fokus stehen dabei die Steigerung der Heizeffizienz und die digitale Verbrauchsüberwachung, um den Energieeinsatz präziser zu steuern.






