Mitteldeutschland-Takt: Baubeginn verschiebt sich auf 2028 – Finanzlücken gefährden das Großprojekt
Lukas BraunMitteldeutschland-Takt: Baubeginn verschiebt sich auf 2028 – Finanzlücken gefährden das Großprojekt
Die Pläne für die Schienenverbindung Mitteldeutschland-Takt stehen erneut vor einer Verzögerung. Der Baubeginn wurde nun auf das Jahr 2028 verschoben, was die Umsetzung des gesamten Projekts weiter in die Zukunft rückt. Ursprünglich sollte der Bau bereits in diesem Jahr beginnen und das Vorhaben bis 2030 abgeschlossen sein. Für verschiedene Bahnprojekte bis 2029 fehlen noch rund 2 Milliarden Euro, wobei allein für die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz 544 Millionen Euro benötigt werden. Ohne zusätzliche Bundesmittel bleiben Zeitplan und Umfang des Projekts ungewiss, was sich auf die künftigen Bahnverbindungen in der gesamten Region auswirken könnte. Das Vorhaben, das schnellere Verbindungen von Sachsen über Thüringen in den Westen Deutschlands schaffen soll, leidet unter diesen Finanzierungslücken und verlängerten Zeitplänen.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert schnellere Fortschritte bei der Realisierung der Verbindung und bezeichnet sie als eine der wichtigsten Bahnstrecken der Region. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, betont die Dringlichkeit der Elektrifizierung des Abschnitts Weimar–Jena–Gera–Gößnitz und verwies auf die Notwendigkeit von teilweisen zweigleisigen Ausbauten entlang der Strecke. Die Fraktion kritisiert die Bundesregierung scharf, weil diese nicht ausreichend Mittel für den Ausbau und die Elektrifizierung bereitstellt.
Die vollständige Elektrifizierung der Strecke wird frühestens 2032 abgeschlossen sein, während der Baubeginn nun bis 2028 verschoben wurde. Die Verzögerungen und Finanzierungslücken werfen Fragen zur künftigen Entwicklung der Schienenverbindung auf. Ohne zusätzliche Mittel könnte sich die Realisierung des Mitteldeutschland-Takts weiter verzögern, was die Mobilität in der Region langfristig beeinträchtigen würde.
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