Mexikos Impfstoff Patria scheitert an Produktionsproblemen und Regularien
Clara FrankeMexikos Impfstoff Patria scheitert an Produktionsproblemen und Regularien
Mexikos heimischer Impfstoff Patria hat seit seiner Entwicklung immer wieder Rückschläge erlebt. Ursprünglich als zentrales Instrument im Kampf gegen COVID-19 angekündigt, kämpft das Projekt nun mit Produktionsproblemen und regulatorischen Hürden. Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo bestätigte kürzlich die anhaltenden Schwierigkeiten des Impfstoffs.
Im Februar 2021 hatte der damalige Präsident Andrés Manuel López Obrador verkündet, dass Mexiko einen eigenen COVID-19-Impfstoff namens Patria entwickeln werde. Die Nationale Wissenschafts- und Technologierat (Conahcyt), geleitet von María Elena Álvarez-Buylla, übernahm die Federführung bei der Entwicklung. Doch schon früh gab es Probleme.
Die Bundeskommission zum Schutz vor gesundheitlichen Risiken (Cofepris) erteilte Patria schließlich im Oktober 2022 die Zulassung. Später räumte Gesundheitsminister David Kershenobich Stalnikowitz jedoch ein, dass der Impfstoff die Teststandards nicht erfüllte. Die Produktionsschwierigkeiten hielten an, sodass das Projekt weiterhin auf dem Prüfstand steht.
Angesichts der Verzögerungen kündigte Sheinbaum Pardo an, Impfdosen von Moderna und anderen Herstellern zu erwerben. Zudem schloss Mexiko eine Vereinbarung mit Birmex, Liomont und Moderna, um vor Ort die Produktion von mRNA-Impfstoffen aufzunehmen. Damit soll die Impfstoffversorgung des Landes gestärkt werden, ohne allein auf Patria angewiesen zu sein.
Der Patria-Impfstoff bleibt aufgrund ungelöster Produktions- und Testprobleme vorerst blockiert. Gleichzeitig setzt Mexiko auf internationale Lieferanten und neue Partnerschaften, um die Verfügbarkeit von Impfstoffen zu sichern. Die Regierung hat keinen neuen Zeitplan für eine mögliche Markteinführung von Patria genannt.






