Mexiko-Stadt verschärft Abrisskontrollen nach tödlichem Gebäudeeinsturz
Marie SchulzMexiko-Stadt verschärft Abrisskontrollen nach tödlichem Gebäudeeinsturz
Mexikos Hauptstadt-Bürgermeisterin Clara Brugada hat Pläne zur Verschärfung der Kontrollen bei Abrissprojekten in der Stadt angekündigt. Der Schritt erfolgt nach dem Einsturz eines Gebäudes während Abrissarbeiten im Stadtteil San Antonio Abad am 9. März. Die Behörden drängen nun auf strengere Überwachung, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Bürgermeisterin Brugada bestätigte, dass alle 16 Stadtbezirke verpflichtet werden, ihre Prüf- und Überwachungssysteme zu verstärken. Sie betonte die Notwendigkeit einer engmaschigeren Aufsicht, um die Einhaltung der Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Der Wohnungsbauminister Inti Muñoz präzisierte, dass die Stadtbezirke bereits nach geltendem Recht für die Durchsetzung der Abriss-Sicherheit verantwortlich seien. Dazu zählen die Politische Verfassung von Mexiko-Stadt, das Organische Bezirksgesetz sowie die Bauvorschriften des Bundesdistrikts. Die Bezirke müssten sicherstellen, dass Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz benachbarter Gebäude und der öffentlichen Sicherheit getroffen werden.
Muñoz wies zudem darauf hin, dass die lokalen Behörden befugt seien, Baustellen zu inspizieren, Sicherheitsauflagen zu verlangen und bei auftretenden Risiken die Arbeiten zu stoppen. Zu ihren Aufgaben gehören Stadtentwicklung, Zivilschutz und administrative Kontrollen in ihren Zuständigkeitsbereichen. Ziel sei es, Schäden für Anwohner und angrenzende Immobilien während Abrissarbeiten zu vermeiden.
Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, die Durchsetzung der Sicherheitsvorschriften bei Abrissarbeiten zu stärken. Die Stadtbezirke werden künftig einer verstärkten Prüfung ihrer Aufsichtsverfahren unterzogen. Die Änderungen folgen auf den jüngsten Gebäudeeinsturz, der Bedenken hinsichtlich der Bau- und Abrisspraxis in der Stadt aufgeworfen hat.






