Mexiko-Stadt verlagert Tausende Straßenhändler aus dem historischen Zentrum
Lukas BraunMexiko-Stadt verlagert Tausende Straßenhändler aus dem historischen Zentrum
Die Regierung von Mexiko-Stadt setzt ihre Bemühungen fort, Straßenhändler aus dem historischen Zentrum umzusiedeln. Seit Oktober 2022 wurden bereits rund 6.000 Händler verlegt, und in den kommenden Wochen sollen mindestens 3.000 weitere folgen. Die Maßnahmen zielen auf eine langfristige Neuordnung des öffentlichen Raums ab, stehen jedoch nicht im Zusammenhang mit der bevorstehenden FIFA-Weltmeisterschaft. Die Umsiedlungen erfolgen auf Basis von Vereinbarungen zwischen der Regierung und Händlerverbänden. Diese sehen vor, dass Lizenzen nur erneuert werden, wenn die Händler öffentliche Durchgangsstraßen verlassen. Seit Oktober 2021 wurden bereits 26 Straßen im historischen Zentrum von Straßenhändlern geräumt. Prominente Standorte wie die Alameda Central und die Avenida Juárez sind von den aktuellen Maßnahmen jedoch noch nicht betroffen.
Die Stadtverwaltung plant, neue Verkaufsplätze zu schaffen, indem sie ungenutzte Bereiche der U-Bahn umnutzt und Brachflächen für die umgesiedelten Händler sichert. Ziel ist es, eine ausgewogene Regulierung zu erreichen, die sowohl die Ordnung im öffentlichen Raum als auch die Unterstützung der Händler berücksichtigt.
Bis Ende des Jahres wird eine weitere deutliche Reduzierung der Straßenhändler im historischen Zentrum erwartet. Tausende weitere sollen dann in neu ausgewiesene Bereiche verlegt werden, um eine dauerhafte Lösung zu schaffen. Die Maßnahmen der Stadt zeigen erste Erfolge, da bereits ein Großteil der Händler aus dem historischen Zentrum umgesiedelt wurde. Mit der Schaffung neuer Verkaufsflächen und der Umnutzung bestehender Infrastruktur will die Regierung eine nachhaltige Lösung für die Straßenhändler finden. Die weiteren Schritte werden in den nächsten Monaten konkret umgesetzt.
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