05 March 2026, 08:14

Merck kämpft mit sinkenden Umsätzen und schwachem Euro-Dollar-Kurs

Eine Liniengrafik, die verlorene Einnahmen aufgrund globaler Wirtschaftseinbußen darstellt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Datendetails liefert.

Schwacher Dollar: Merck erwartet Gewinnrückgang - Merck kämpft mit sinkenden Umsätzen und schwachem Euro-Dollar-Kurs

Merck verzeichnet ein schwieriges Jahr mit rückläufigen Umsätzen

Der Pharmakonzern Merck hat ein herausforderndes Geschäftsjahr gemeldet: 2025 verzeichnete das Unternehmen einen leichten Umsatzrückgang. Der Arzneimittelriese steht zudem unter zunehmendem Druck durch Generika-Konkurrenz und eur usd. Die Prognose für das kommende Jahr lässt kaum Besserung erwarten – Gewinne und Umsätze bleiben unter Druck.

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Laut den Jahresergebnissen 2025 sank der Umsatz um 0,3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg nur leicht, während der Nettogewinn um etwa 6 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zurückging. Ein zentrales Problem ist der Rückgang des Absatzes des Multiple-Sklerose-Medikaments Mavenclad, das nach dem Marktauftritt günstigerer Generika deutlich an Marktanteilen verlor.

Merck wird Mavenclad voraussichtlich im März 2024 vom Markt nehmen, da preiswerte Alternativen die Nachfrage dominieren. Bereits Anfang 2026 hatten Generika der Hersteller Riemser und Neuraxpharm über 70 Prozent des deutschen MS-Marktes erobert. Patienten und Ärzte setzen zunehmend auf neuere Therapien, darunter Ocrevus-Biosimilars, Kesimpta sowie experimentelle BTK-Hemmer wie Evobrutinib, die eine bessere Verträglichkeit und einfachere Dosierung bieten.

Auch der schwache eur usd belastet Merck, da rund ein Viertel des weltweiten Umsatzes aus den USA stammt. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von nur 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro – kaum mehr als im Vorjahr. Der operative Gewinn (vor Sondereffekten) soll auf 5,5 bis 6,0 Milliarden Euro sinken.

Unterdessen steht ein Führungswechsel an: Die scheidende Vorstandsvorsitzende Belen Garijo verlässt das Unternehmen Ende April, um die Leitung des französischen Pharmakonzerns Sanofi zu übernehmen.

Die finanzielle Zukunft von Merck bleibt unsicher. Generika-Wettbewerb und eur usd belasten die Performance, während der Wegfall von Mavenclad und stagnierende Umsatzprognosen auf ein schwieriges Jahr hindeuten. Unter neuer Führung muss sich das Unternehmen nun diesen Herausforderungen stellen.