Neue Norderney-Fähre-Reihe beantragt Insolvenz - "Meine Fähre" meldet Insolvenz an – doch der Betrieb läuft weiter
Fährebetreiber Meine Fähre meldet vorläufige Insolvenz an
Nach anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten hat der Fährebetreiber Meine Fähre vorläufige Insolvenz beantragt. Das Unternehmen, das 2022 gegründet wurde, um das langjährige Monopol auf den Norderney-Routen zu brechen, bestätigte den Schritt am Donnerstag gegenüber der Ostfriesen-Zeitung. Trotz des Rückschlags laufen die Fähren vorerst wie gewohnt weiter.
Meine Fähre, 2022 auf Norderney gegründet, wurde von örtlichen Hoteliers und einer Stiftung unterstützt. Das erste Schiff des Unternehmens, die Meine Fähre 1, entstand in Groningen (Niederlande) und kostete einen einstelligen Millionenbetrag. Die für Passagiere und Autos konzipierte Fähre nahm im Herbst 2023 den Betrieb auf.
Im Herbst 2024 führte das Unternehmen eine neue Strecke zwischen Norderney und Norddeich ein und bewarb sie als flexible Alternative zur Reederei Norden-Frisia, die bis dahin als einziger Anbieter die Insel bediente. Unter dem Motto "Flexibel nach Norderney reisen" wollte Meine Fähre das Monopol durchbrechen. Doch bereits im März 2026 zwangen finanzielle Engpässe das Unternehmen, beim Amtsgericht Aurich einen Insolvenzantrag zu stellen.
Als Grund für den Antrag nannte ein Sprecher drohende Zahlungsunfähigkeit. Zahlen zu Passagieraufkommen oder Rentabilität wurden nicht veröffentlicht. Vorerst finden die täglichen Überfahrten planmäßig statt, und Buchungen bleiben möglich.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird über die Zukunft von Meine Fähre entschieden. Der Versuch, der Reederei Norden-Frisia Konkurrenz zu machen, ist damit vorerst gescheitert – auch wenn der Fährenbetrieb zunächst weiterläuft. Die gerichtliche Entscheidung wird zeigen, ob die Strecke langfristig erhalten bleiben kann.






