03 May 2026, 08:45

Mehrwertsteuer-Erhöhung für das Schweizer Militär spaltet die Politik

Cartoon eines Mannes mit einem Stock und einer Frau mit einem Papier, die sich mit Text unten unterhalten, der "Die Veteranenpetition" lautet.

Mehrwertsteuer-Erhöhung für das Schweizer Militär spaltet die Politik

Ein geplanter Mehrwertsteuer-Anstieg zur Finanzierung des Schweizer Militärs hat eine Debatte unter den politischen Parteien ausgelöst. Die Mitte-Partei unterstützt den Vorschlag, während linksgerichtete Gruppen ihn vehement ablehnen. Andere Parteien sind uneins, wie sie Sicherheitsbedürfnisse und finanzielle Bedenken in Einklang bringen sollen.

Der Präsident der Mitte-Partei, Philipp Matthias Bregy, befürwortet eine vorübergehende Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozentpunkte über zehn Jahre. Er argumentiert, dies sei ein fairer Weg, um auf die sich verschlechternde Sicherheitslage der Schweiz zu reagieren. Die Partei möchte zudem den ermäßigten Mehrwertsteuersatz unverändert lassen, um Haushalte mit niedrigem Einkommen zu entlasten.

Die Grünen und die SP lehnen den Vorschlag kategorisch ab. Die Grünen kritisieren die Militärausgaben, insbesondere für Projekte wie die Kampfflugzeuge vom Typ F-35. Die SP behauptet, bessere Sicherheit lasse sich ohne zusätzliche Beschaffungskosten erreichen.

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Auf der rechten Seite des politischen Spektrums unterstützen die SVP und die FDP zwar ein stärkeres Verteidigungsetat, lehnen aber die Steuererhöhung ab. Die Grünliberalen (GLP) haben den Plan hingegen nicht vollständig ausgeschlossen. Sie bestehen jedoch auf einer detaillierten Prüfung der tatsächlichen finanziellen Anforderungen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Die Mitte-Partei hat bisher noch keine konkreten Ausgleichsmaßnahmen für die Mehrwertsteuer-Erhöhung festgelegt.

Der Mehrwertsteuer-Vorschlag bleibt umstritten, da die Parteien uneins über Finanzierung und Prioritäten sind. Sollte die Erhöhung genehmigt werden, würde sie ein Jahrzehnt gelten und sich auf die Verteidigungsausgaben konzentrieren. Eine endgültige Entscheidung hängt von weiteren Verhandlungen und finanziellen Bewertungen ab.

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