05 May 2026, 10:16

Mediashop meldet Insolvenz an – Rettungsversuch mit Investoren läuft

Außenansicht eines ABN AMRO-Gebäudes mit einem Schild, einer Tafel, die es als Hauptsitz angibt, Geländern und Glasfenstern mit Vorhängen.

Mediashop meldet Insolvenz an – Rettungsversuch mit Investoren läuft

Mediashop GmbH meldet Insolvenz an – Zukunft des Teleshopping-Unternehmens ungewiss

Die in Neunkirchen ansässige Teleshopping-Firma Mediashop GmbH hat im Februar 2026 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das einst rund 160 Mitarbeiter beschäftigte, steht nun vor einer ungewissen Zukunft, während Gläubiger und Investoren über sein Überleben verhandeln. Noch in dieser Woche soll ein Deal zum Verkauf der operativen Vermögenswerte und der Grundstücksrechte unterzeichnet werden.

Der Insolvenzantrag folgte auf einen drastischen Umsatzrückgang, der Mediashop mit Schulden in Höhe von 51,55 Millionen Euro zurückließ. Seither arbeitet das Unternehmen mit Investoren an einem Rettungsplan. Der geplante Verkauf umfasst die betrieblichen Assets sowie das Erbbaurecht für das 6.566 Quadratmeter große Firmengelände, auf dem 2018 ein 2.670 Quadratmeter großes Gebäude fertiggestellt wurde.

Die Investorengruppe plant, Mediashop wieder als Marktführer im TV-Shopping zu etablieren. Ihre Strategie sieht vor, die Zahl der beworbenen Kanäle von 172 auf nur noch 30 zu reduzieren. Aktuell sind noch 30 Mitarbeiter beschäftigt, doch es gibt Pläne, den Personalbestand trotz logistischer Herausforderungen bei der Verlegung des Betriebsstandorts wieder aufzustocken.

Doch ein großes Hindernis bleibt: Eine Einigung über die Übernahme der Unternehmenszentrale steht noch aus. Die Hausbank hält eine Hypothek von bis zu 5,5 Millionen Euro auf das Objekt, wobei die tatsächlichen Verbindlichkeiten bei 3,9 Millionen Euro liegen – bei einem geschätzten Marktwert von 5,23 Millionen Euro.

Neunkirchens Bürgermeister Peter Teix betont die Bedeutung von Mediashop für die Region. Die Zukunft des Unternehmens entscheidet über rund 160 Arbeitsplätze und einen erheblichen Teil der kommunalen Steuereinnahmen.

Der Verkauf der Vermögenswerte soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. Gelingt die Übernahme, wird die Investorengruppe die Geschäfte übernehmen, das Unternehmen straffen und seine Marktposition neu aufbauen. Das Ergebnis wird zeigen, ob Mediashop stabilisiert werden kann – und ob Neunkirchen einen seiner wichtigsten Arbeitgeber behält.

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