Mecklenburg-Vorpommern schrumpft die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern deutlich
Lukas BraunTrotz jüngster Annäherung: Frauen in MV verdienen weniger - Mecklenburg-Vorpommern schrumpft die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern deutlich
Frauen in Mecklenburg-Vorpommern verdienen nun fast so viel wie Männer
In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern verringert: Innerhalb des letzten Jahres ist der Gender Pay Gap im Bundesland um drei Prozentpunkte gesunken. Dennoch verdienen Frauen im Schnitt noch immer 4 Prozent weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen – brutto gerechnet.
Die Unterschiede fallen je nach Branche sehr unterschiedlich aus. Im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen liegt der Verdienst von Frauen sogar 27 Prozent unter dem der Männer – die größte Kluft in der Region. Dagegen verdienen Frauen in der Wasserversorgung, Abwasserbehandlung und Abfallwirtschaft im Schnitt 4 Prozent mehr als ihre männlichen Kollegen.
Auch das Alter spielt eine Rolle: Die größte Lohnungleichheit betrifft die Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen. Bei den unter 30-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern verdienen Frauen hingegen leicht mehr als Männer.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern weist Mecklenburg-Vorpommern eine der geringsten Lohnlücken auf. Ähnlich niedrige Unterschiede melden auch Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Bundesweit bleibt die Lücke unverändert bei 16 Prozent – mit Baden-Württemberg als Schlusslicht mit einer Differenz von 20 Prozent.
Die aktuellen Zahlen zeigen Fortschritte bei der Verringerung der Lohnungleichheit in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesland gehört damit zu den Regionen mit der kleinsten geschlechtsspezifischen Verdienstlücke in Deutschland. Dennoch bestehen weiterhin Unterschiede zwischen Branchen und Altersgruppen.






