Marzahn Pride startet mit Parade und kämpft gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus
Tim SimonMarzahn Pride startet mit Parade und kämpft gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus
Marzahn Pride startet mit Parade in die einwöchigen Feierlichkeiten
Um 12 Uhr beginnt auf der Allee der Kosmonauten der Auftakt zu den einwöchigen Feiern des Marzahn Pride. Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung rückt die Herausforderungen queerer Geflüchteter und Migrant:innen im Bezirk in den Fokus. Eröffnungsreden halten Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, sowie Gordon Lemm, Stadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit.
Ab 14:30 Uhr schließt sich ein Nachbarschaftsfest an mit Live-Konzerten, DJ-Sets und einem vielfältigen Angebot an Streetfood. Marzahn, Heimat einer großen Migrant:innengemeinschaft, verzeichnet laut dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle zuletzt eine Zunahme rechtsextremer Aktivitäten – von körperlichen Angriffen bis hin zu Propaganda.
Im vergangenen Jahr war Marzahn Pride mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. Bundesweit wurden 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen von rechtsextremen Gruppen gestört. Vanessa Krah mahnt zur Wachsamkeit und verweist auf spontane Gegenproteste und Einschüchterungsversuche in den Vorjahren. Bisher gibt es für 2024 jedoch keine Hinweise auf organisierten rechtsextremen Widerstand gegen den Marzahn Pride.
Die Veranstaltung will auf die Schwierigkeiten queerer Geflüchteter und Migrant:innen in der Region aufmerksam machen. Den Abschluss bildet ein Festival mit Musik, kulinarischen Angeboten und Gemeinschaftsaktivitäten. Die Organisator:innen hoffen, angesichts wachsender Diskriminierung Sichtbarkeit und Solidarität zu stärken.






