03 March 2026, 03:45

Mainzer Spielplätze ohne Ersatz: Pilzbefall und leere Kassen bedrohen Kinder-Spielräume

Eine Gruppe von Kindern spielt auf einem Spielplatz vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von einem Metallzaun, Bänken, einer Treppe, einem Metallpfahl, einigen Pflanzen mit Blumen, Gras, der Rinde eines Baumes, einigen Pfählen, einem Turm, einigen Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Mainzer Spielplätze ohne Ersatz: Pilzbefall und leere Kassen bedrohen Kinder-Spielräume

Drei Spielplätze in Mainz haben ihre Hauptspielgeräte aufgrund von Pilzbefall verloren. Betroffen sind der Zagrebplatz in Hechtsheim, der Lessingplatz in Neustadt sowie in Kürze der Goetheplatz, ebenfalls in Neustadt. Eltern und lokale Vertreter äußern nun Bedenken wegen fehlender Ersatzlösungen und weiterer geplanter Abbauten.

Die Stadt bestätigte, dass die großen Holzanlagen auf dem Zagrebplatz, dem Lessingplatz und dem Goetheplatz nach massivem Pilzbefall abgebaut werden mussten, da sie nicht mehr sicher seien. Laut Angaben der Behörden könnte die Beschaffung von Ersatzgeräten bis zu sechs Monate dauern – vorausgesetzt, die Neugestaltung wird genehmigt und die Finanzierung steht. Konkrete Pläne für neue Spielmöglichkeiten an diesen Standorten gibt es jedoch derzeit nicht.

Auch an zwei Grundschulen in Hartenberg-Münchfeld wurden Spielgeräte wegen Haushaltsengpässen entfernt. Der gemeinsame Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule und der Dr.-Martin-Luther-King-Schule soll bis zu den Osterferien 2026 komplett geschlossen werden, was bei Eltern und Schulleitungen Sorgen auslöst. Unterdessen hat eine Online-Petition zum Erhalt des Spielplatzes am Zagrebplatz bereits über 1.800 Unterschriften gesammelt.

Stadtvertreter wiesen Vorwürfe zurück, es gebe eine flächendeckende Abbaupolitik für die mehr als 200 Spielplätze in Mainz. Als Hauptgrund für die ausbleibenden Ersatzinvestitionen an Lessingplatz und Zagrebplatz nannten sie finanzielle Engpässe. Christoph Hand, Bezirksvorsitzender der Grünen in Neustadt, fordert indes schnelles Handeln: Kinder bräuchten sichere Spielmöglichkeiten, und zwar ohne Verzögerung.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt 164.000 Euro für kinderfreundliche Projekte bereitgestellt, mit dem Ziel, diesen Betrag bis 2026 auf 300.000 Euro zu erhöhen. Bisher sind jedoch keine Mittel speziell für die betroffenen Spielplätze vorgesehen.

Drei Spielplätze stehen nun ohne zentrale Spielgeräte da, zwei Schulhöfe drohen weitere Verluste. Wann und ob Ersatz beschafft wird, bleibt wegen Haushalts- und Planungsproblemen ungewiss. Eltern und lokale Verantwortliche fordern weiterhin Lösungen, bevor noch mehr Spielflächen verschwinden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones