Mainzer Dezernentin nennt Terminal-3-Eröffnung eine "Beerdigung für die Region"
Lukas BraunMainzer Dezernentin nennt Terminal-3-Eröffnung eine "Beerdigung für die Region"
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger übt scharfe Kritik am geplanten Eröffnungstermin von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Sie bezeichnete die Inbetriebnahme als "Beerdigung für eine lärmgeplagte Region" und warf den Flughafenbetreibern vor, seit Jahren bestehende Bedenken wegen des Flugverkehrsaufkommens zu ignorieren.
Steinkrüger betonte, die Lärmbelastung im Rhein-Main-Gebiet sei seit Jahren unerträglich. Die Region habe die zumutbaren Grenzen des Fluglärms längst überschritten – der Neubau des Terminals komme daher einer "Ohrfeige" für die ohnehin schon unter den Belastungen leidenden Anwohner gleich.
Seit über einem Jahrzehnt rechtfertigen die Flughafenverantwortlichen den Bau von Terminal 3 mit steigenden Passagier- und Flugzahlen. Doch die tatsächlichen Zahlen stagnieren – die prognostizierten Wachstumserwartungen wurden nie erreicht. Steinkrüger stellte zudem infrage, ob das derzeit geschlossene Terminal 2 jemals wiedereröffnet werde.
Zudem wirft sie den Betreibern vor, nun auf Billigfluglinien und den Ausbau des Frachtverkehrs zu setzen, um finanzielle Fehlkalkulationen zu kaschieren. Ihrem Vorwurf zufolge diente Terminal 3 von Anfang an dem Ziel, die Flugkapazitäten auszuweiten – unabhängig von der tatsächlichen Nachfrage.
Trotz anhaltender Kritik an Lärmbelastung und fragwürdiger Auslastung wird die Eröffnung von Terminal 3 wie geplant vorangetrieben. Steinkrügers Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen Flughafenausbau und Lebensqualität der lokalen Bevölkerung. Ungewiss bleibt, wie sich der neue Terminal langfristig auf Flugbewegungen und Lärmemissionen auswirken wird.






