Maharashtra kämpft mit jahrelangen Wartezeiten bei RTI-Beschwerden und 38 Prozent mehr offenen Fällen
Lukas BraunMaharashtra kämpft mit jahrelangen Wartezeiten bei RTI-Beschwerden und 38 Prozent mehr offenen Fällen
Bürger in Maharashtra sehen sich weiterhin mit langen Verzögerungen bei der Bearbeitung von Beschwerden nach dem Informationsfreiheitsgesetz (RTI) konfrontiert. Besonders betroffen ist die Konkan-Niederlassung der Informationskommission, wo die Zahl der ausstehenden Fälle stark angestiegen ist. Zwischen April 2025 und März 2026 gingen bei der Kommission 4.870 neue Zweitbeschwerden ein, doch nur 3.482 konnten in diesem Zeitraum abgeschlossen werden. Dadurch stieg die Zahl der ausstehenden Beschwerden in der Konkan-Niederlassung um fast 38 Prozent auf 5.060 an.
Die Informationskommission führt täglich etwa 30 bis 35 Anhörungen durch, doch die Wartezeit für einen Termin beträgt derzeit zwei bis drei Jahre. Ein Hauptgrund für den Anstieg der Beschwerden ist die zunehmende Weigerung von Behörden, die angeforderten Informationen herauszugeben. Zudem erschweren häufige Versetzungen von Beamten die Feststellung von Verantwortung für Verzögerungen oder unrechtmäßige Ablehnungen.
Die Initiative Sajag Nagrik Manch hat nun Vorschläge unterbreitet, um die Situation zu verbessern. Sie schlägt vor, alle RTI-Antworten auf einer öffentlich zugänglichen digitalen Plattform zu veröffentlichen. Zudem fordert sie die Landesregierung auf, mehr Kommissare zu ernennen und die Infrastruktur der Kommission zu stärken. Die aktuelle Lage zeigt, dass die Zahl der neuen Beschwerden weiterhin die Rate der erledigten Fälle übersteigt. Ohne gezielte Maßnahmen könnte sich die Situation für Bürger, die auf Informationen nach dem RTI angewiesen sind, weiter verschlechtern.
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