Machtwechsel beim SC Bern: Neue Führung setzt auf Zürich als Entscheidungszentrum
Lukas BraunMachtwechsel beim SC Bern: Neue Führung setzt auf Zürich als Entscheidungszentrum
Tiefgreifende Umbrüche in der Führung des SC Bern nach Umstrukturierung der Sportabteilung
Die Führungsetage des SC Bern (SCB) hat nach einer grundlegenden Neuordnung der Sportabteilung weitreichende Veränderungen erlebt. Mehrere Schlüsselpersonen haben den Verein verlassen oder wurden versetzt, während im Rahmen eines umgestalteten Managementsystems neue Positionen geschaffen wurden. Die Geschicke des Clubs werden nun von Zürich aus gelenkt – ein deutlicher Machtwechsel in der Entscheidungsfindung.
Den Auftakt der Umstrukturierung markierte der Abgang von Diego Piceci, der als stellvertretender Sportdirektor abberufen wurde. Zeitgleich zog sich Marc Lüthi aus allen seinen Funktionen beim SCB zurück und verkaufte seine verbleibenden Anteile an der Organisation.
Martin Plüss, einst die prägende Stimme in sportlichen Belangen, wurde zum Sportdirektor zurückgestuft. Seine Kompetenzen wurden deutlich beschnitten – in zentralen Sportfragen hat er kein letztes Entscheidungsrecht mehr. Auch Jürg Fuhrer, ein langjähriges Gesicht des Vereins, übt kaum noch Einfluss auf die sportliche Ausrichtung des Clubs aus.
Pascal Signer übernimmt die neu geschaffene Position des Chief Hockey Officer (CHO) und rückt damit ins Zentrum der sportstrategischen Ausrichtung des SCB. Gemeinsam mit Plüss zeichnet er nun für die Verhandlung von Spielerverträgen verantwortlich. Als neuer Teammanager stößt Simon Moser dazu, dessen Aufgaben jedoch vor allem organisatorischer Natur sind und kaum direkten Einfluss auf sportliche Entscheidungen haben.
Mit der Neuordnung unterstehen sämtliche sportlichen Belange nun der Zürcher Führungsebene.
Der SC Bern hat seine Führungsetage grundlegend neu aufgestellt. Die Weichenstellungen in Vertragsfragen und strategischen Entscheidungen liegen künftig bei Pascal Signer und Martin Plüss, während die operative Steuerung nach Zürich verlegt wird. Die Veränderungen markieren einen neuen Kurs in der Managementstruktur des Vereins.






