Luxus-Hotelrechnung von 2.200 Euro für Landrat Sternberg sorgt für Empörung
Marie SchulzSturm um die Hotelrechnung des Landrats - Luxus-Hotelrechnung von 2.200 Euro für Landrat Sternberg sorgt für Empörung
Eine jüngste Dienstreise des Landkreises unter Leitung von Landrat Stefan Sternberg steht in der Kritik, nachdem die dabei entstandenen Kosten bekannt wurden. Zu den Ausgaben gehörte ein Abendessen für 225 Euro sowie Hotelübernachtungen in zwei Zimmern, die zusammen über 2.000 Euro kosteten. Kritiker hinterfragen, ob die Ausgaben in diesem Umfang notwendig waren.
Sternberg und eine Mitarbeiterin hatten im vergangenen Jahr an einer Konferenz in Hamburg teilgenommen. Da im Vorfeld keine günstigeren Alternativen gefunden worden waren, wurden kurzfristig zwei Hotelzimmer gebucht. Die Rechnung für die beiden Zimmer über drei Nächte belief sich auf knapp 2.600 Euro, wie die Kreisverwaltung später mitteilte – korrigiert auf 2.200 Euro.
Hinzu kamen rund 1.500 Euro für drei weitere, bereits früher gebuchte Zimmer. Der Bund der Steuerzahler bezeichnete die Übernachtungen als "Luxus-Unterkünfte" und kritisierte die Ausgaben als überzogen. Zudem hatte Sternberg ein Abendessen in Höhe von über 225 Euro abgerechnet, das im Rahmen eines Investorentreffens stattfand.
Die Kreisverwaltung rechtfertigte die Kosten und bezeichnete sie als angemessen für eine offizielle Dienstreise. Unabhängige Berichte zeigen, dass die Hotelpreise in Hamburg 2023 stark variierten – je nach Lage und Saison lagen sie zwischen 46 und 145 Euro pro Nacht, in einigen Lagen sogar bei bis zu 180 Euro.
Die Verwaltung hält an der Darstellung fest, dass die Ausgaben dem Zweck der Reise entsprachen. Die Diskussion wirft jedoch erneut Fragen zu öffentlichen Ausgaben und Transparenz auf. Nähere Angaben zum Namen des Hotels oder den genauen Zimmerpreisen wurden nicht veröffentlicht.






