Lukaschenko bricht mit Weihnachtsradition – Krisentreffen statt Gottesdienst
Tim SimonLukaschenko bricht mit Weihnachtsradition – Krisentreffen statt Gottesdienst
Belarusslands Präsident Alexander Lukaschenko brach in diesem Jahr mit der Tradition und verzichtete auf seinen üblichen Kirchenbesuch am 7. Januar. Stattdessen führte er ein Arbeitsgespräch mit Iwan Krupko, dem Leiter der Präsidialverwaltung, um dringende regionale Fragen und agrarpolitische Aufgaben zu erörtern.
Die Entscheidung fiel zu einer Zeit, in der starke Schneefälle und ein herannahender Zyklon Teile des Landes – insbesondere die Region Gomel – beeinträchtigten.
Normalerweise nimmt Lukaschenko am 7. Januar an orthodoxen Weihnachtsgottesdiensten teil und hält eine öffentliche Ansprache. Diesmal konzentrierte er sich jedoch auf Staatsangelegenheiten und ließ sich von Krupko über laufende Agrarprojekte informieren.
Krupko berichtete über die Fortschritte bei der Umsetzung der Beschlüsse eines kürzlichen Treffens in Wizebsk. Arbeitskräfte aus verschiedenen Betrieben würden umgeschichtet, um landwirtschaftliche Organisationen bei der Zielerreichung zu unterstützen.
Im Anschluss ging es um die Region Gomel, wo die extremen Wetterbedingungen besondere Herausforderungen mit sich brachten. Krupko unterrichtete Lukaschenko über die Lage und schilderte die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur, zur Schneeräumung auf den Straßen und zur Freihaltung der Transportwege. Der Präsident erkundigte sich, ob die Region zusätzliche Unterstützung benötige, um die wetterbedingten Beeinträchtigungen zu bewältigen.
Das Treffen ersetzte Lukaschenkos traditionelle religiöse Teilnahme durch einen Fokus auf Regierungsarbeit und Krisenmanagement. Die Behörden in der Region Gomel setzten ihre Bemühungen fort, die Auswirkungen des Schneesturms und des Zyklons so gering wie möglich zu halten. Über mögliche weitere Hilfsmaßnahmen wurden zunächst keine Details bekannt.






